Auf Spurensuche in der Familiengeschichte. Vergessen und Erinnern in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
09.07.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
118 (Printausgabe)
Dateigröße
1978 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640098439
Zum einen wird der von Monika Maron veröffentlichte Roman "Pawels Briefe. Eine Familiengeschichte" (1999) in die Analyse einbezogen. Ausgangspunkt des Buches ist der Versuch der heute 65 - jährigen Maron, sich dem Schicksal des jüdischen Großvaters Pawel Iglarz, den sie nie richtig kennen lernen konnte, da er bereits zwei Jahre nach ihrer Geburt (1943) von den Nationalsozialisten ermordet wurde, anzunähern. Der Schwerpunkt der Auseinandersetzung liegt bei Maron in dem ambivalenten Verhältnis zu ihrer Mutter Hella, die als überzeugte SED - Anhängerin als Persönlichkeit sehr eng mit der kommunistischen Ideologie verknüpft ist.
Von Stephan Wackwitz (Jahrgang 1952) erschien 2003 die literarische Auseinandersetzung mit seiner Familie "Ein unsichtbares Land. Familienroman". Darin befasst er sich ebenso wie Maron generationsübergreifend mit seiner rudimentär überlieferten Familiengeschichte - angefangen beim nationalsozialistischen Großvater Andreas Wackwitz bis hin zu ihm selbst, dem Enkel. Bei Wackwitz kann allerdings kein direkter transgenerationeller Austausch wie zwischen Monika Maron und ihrer Mutter Hella stattfinden, da der Großvater längst verstorben ist. Der Vater kommt für eine Auseinandersetzung mit der NS-Zeit nicht in Frage, da er sich während des gesamten Zweiten Weltkrieges in britischer Gefangenschaft befand. Wackwitz beschreibt mit Hilfe von zahlreichen Erinnerungskladden des Großvaters die Verstrickungen und Verblendung der Kriegsgeneration in den Nationalsozialismus und reflektiert aus heutiger Perspektive deren darauf folgende Verweigerung einer Auseinandersetzung. In diesem Zusammenhang beleuchtet er selbstkritisch seinen eigenen bisherigen Lebensweg, insbesondere seine tendenziös kommunistische Zeit als Anhänger der 68er - Bewegung. Den Kristallisationspunkt und den stärksten emotionalen Bezugspunkt innerhalb der familiären Vergangenheit und ihrer Nachgeschichte stellt dabei immer der Großvater dar. (...)
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