Regionalgeschichte des Gerstunger Beckens unter besonderer Berücksichtigung des Dorfes Herda, sein Umfeld und seine Entwicklung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
05.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
553 (Printausgabe)
Dateigröße
59581 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640556298
Wir gehen auch heute noch davon aus, dass die Bevölkerung des Gerstunger Beckens an der Werra begrifflich zu den Nachfahren eines germanischen Stammes gehört und faktisch am Rande bis zum Ende des im 6. Jahrhundert untergegangenen Thüringer Reiches lebt, wobei es zunächst nicht unmittelbar von den Machenschaften der fränkischen Besatzungsmacht betroffen ist. Jedoch scheint unverkennbar der Wettbewerb der Klöster Fulda und Hersfeld bzw. der hinter ihnen stehenden Mächtigen dieses Gebiet zu ergreifen, indem Höfe und Grundbesitz einvernommen werden, weil sie zugleich einen fortlaufenden Zehnt-Ertrag und Abgaben-Einnahmen darstellen. Von großem Einfluß ist die Aufteilung des Waldgebietes in den königlichen Wildbann-Bereich, das - mindestens zum Teil - sich der Graf aus dem Hause der Ludowinger aneignet. Zu seinen näheren Vasallen gehört mindestens ab 13. Jahrhundert das Geschlecht derer von Herda, das vermutlich seinen Namen von dem Dorf bei Berka/Werra ableitet. Die Kemenate im Ort wie auch das im 14. Jahrhundert erbaute zweite Schloß am Nordausgang des Dorfes mit einem Verbindungs-Steinweg scheinen die adligen Pole der Einwohnerschaft von dort zu sein, jedoch streckt das Geschlecht seine Eroberung bzw. Einheirat in anderen Grundbesitz auch in die nähere und spätere weitere Umgebung aus.
Durch die Spaltung des Geschlechtes in verschiedene Linien geht die zentrale einheitliche Verwaltungsordnung verloren, in der Reformationszeit spaltet es sich sogar in einen katholischen und einen evangelischen Zweig, der zum Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach untergeordnet ist. [...]
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