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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
17.09.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
136 (Printausgabe)
Dateigröße
860 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638307376
Konversationsanalyse verpflichtet verweist bereits auf die zugrundeliegende
Forschungstradition im Bereich der Konversationsanalyse. Darüber hinaus wird diese
Arbeit durch beobachtete Eindrücke im ethnographischen Bezugsrahmen gestützt.
Der Begriff der Ethnographie wurde Ende des vergangenen Jahrhunderts
gebräuchlich, um wissenschaftlich motivierte Beschreibungen nichtwestlicher
Kulturen von nichtwissenschaftlichen Reiseberichten abzugrenzen (vgl. Kallmeyer
1995: 16). Die Ethnographie befasst sich mit der
"Beobachtung, Dokumentation, Analyse und Darstellung der Kultur
menschlicher Gruppen, die in ihrer Besonderheit dargestellt werden unter
möglichst genauer Rekonstruktion der jeweiligen Lebensform" (Kallmeyer
1995: 14).
Als empirisches Programm bedient sich die Ethnographie insbesondere des
klassischen Verfahrens der teilnehmenden Beobachtung, wobei in der
ethnographischen Literatur unterschiedliche Formen der Beobachtung unterschieden
werden1.
Die Ethnographie ist nicht ausschließlich deskriptiv, ihre Beobachtungen führen
selbst schon zu ersten Theorieannahmen, die sich strukturell auf die Beschreibung
auswirken können. Geertz drückt dieses Verständnis in seiner Konzeption der "thick
description" aus: Er versteht die Disziplin als interpretierende Wissenschaft, die nach
Bedeutungen sucht. (Geertz 1983: 9)
"Sie ist deutend; das, was sie deutet, ist ein Ablauf des sozialen Diskurses; und
das Deuten besteht darin, das "Gesagte" eines solchen Diskurses dem
vergänglichen Augenblick zu entreißen" (Geertz 1983: 30) Seit Malinowski, der durch seine Arbeiten in den zwanziger Jahren des vergangenen
Jahrhunderts zum Mitbegründer der modernen Ethnographie wurde, ist es zum
Standard ethnographischen Arbeitens geworden, die Position des Beobachters zum
Untersuchungsgegenstand näher zu beleuchten, damit es möglich ist, den Umfang, in
dem der Ethnograph selbst zur Gegenstandskonstitution beigetragen hat,
nachzuvollziehen (Schmitt 1992:29). (Vgl. zur Stellung der Autorin zu vorliegendem
Untersuchungsfeld: Kapitel 2.1) [...]
1 Vgl. hierzu Spradley (1980), der zwischen "nonparticipation", "passive participation", "moderate
participation", "active participation " und "complete participation " unterscheidet.
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