Die Kritik Gustav Heinemanns an Konrad Adenauers Deutschlandpolitik 1949-1961
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
13.10.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
29 (Printausgabe)
Dateigröße
571 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640187355
Heinemann, 1949/50 noch CDU-Minister im Kabinett Adenauer, war einer der wichtigsten Gegenspieler des Kanzlers während der Debatte um Wehrbeitrag und Westintegration. Während Adenauer die deutsche Teilung als (zumindest) mittelfristiges Faktum und die Westbindung als bestmöglichen Schutz der Bundesrepublik vor einer sowjetischen Aggression betrachtete, hielt Heinemann am Primat der Wiedervereinigung fest. Sein Ziel war ein blockfreies Gesamtdeutschland, dessen Sicherheit (wie die der Nachbarn) über Friedensverträge mit den Besatzungsmächten garantiert werden sollte.
Heinemann gelang es aber weder mit seiner "Notgemeinschaft" noch mit der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP), eine Mehrheit gegen Adenauers Kurs zu mobilisieren. Obwohl zu Beginn der Kontroverse um den Wehrbeitrag eine "Ohne-mich"-Stimmung in der westdeutschen Bevölkerung weit verbreitet war, wurde Heinemanns Konzept angesichts des globalen Ost-West-Gegensatzes als unrealistisch empfunden. Die Mehrheit entschied sich für die Prioritätenreihenfolge "Freiheit-Frieden-Einheit" und erwartete eine spätere Wiedervereinigung als Folge der sogenannten "Magnet-Theorie".
Westintegration und "Politik der Stärke" wurden später durch den Zusammenbruch des Kommunismus (auch als Folge des Rüstungswettlaufs) durchaus bestätigt, wenngleich die - von der sozialliberalen Koalition eingeleitete - Entspannungs- und Dialogpolitik ein zumindest ebenso wichtiger Faktor war, ohne den nicht zuletzt die Zustimmung der europäischen Staaten bzw. der UdSSR zur deutschen Einheit 1990 fraglich gewesen wäre.
Und Heinemann hatte mit seiner Kritik an Adenauer nicht nur unrecht: So ist die Teilung (auch) durch die kompromißlose Westbindung zwar nicht endgültig, aber doch für vier Jahrzehnte manifestiert worden.
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