Pannonische Trockenrasen in Österreich Ausbreitung und Gefährdung durch den Menschen
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.10.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
113 (Printausgabe)
Dateigröße
3122 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640192991
hinein vielerorts eine weite, offene Steppenlandschaft, in der zahllose
Viehherden weideten. Weite und Offenheit prägen auch in der heutigen Zeit
die Identität dieser pannonischen Landschaft, doch sind von den Trockenrasen,
die einst ein bedeutendes Landschaftselement waren, nur mehr verschwindend
kleine Reste erhalten. Der größte Teil dieser Steppen wurde in
intensiv genutztes Ackerland umgewandelt, andere Teile wurden aufgeforstet
oder bebaut. Die Reste, die noch erhalten sind, bleiben auch weiterhin vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt1. Neben den schon genannten Punkten ist es
vor allem die Aufgabe der Nutzung durch Beweidung oder Mahd die viele Trockenrasen in ihrer langfristigen Existenz gefährdet2. Ein großer Anteil der Trockenrasen, die für den Steppencharakter der Landschaft verantwortlich waren,
ist nämlich erst durch den Menschen geschaffen worden. In den inter- und
postglazialen Wärmeperioden wechselte die Ausbreitung von Wald und Steppe.
An extrem trocken-heißen Standorten blieb die aus dem Südosten eingewanderte
Steppenvegetation auch in Perioden, die von Wäldern dominiert waren,
erhalten. Schon ab der Jungsteinzeit begann der Mensch immer mehr, die
vorhandenen lichten Wälder zurückzudrängen und die weidenden Haustiere
schufen große, dauerhaft gehölzfreie Flächen, auf die sich in weiterer Folge die
Steppenvegetation ausbreitete3. Im weiteren Verlauf der Geschichte gab es
Zeiten, in denen die Steppe durch die Ausbreitung von Äckern und Wäldern
wieder auf extreme Standorte zurückgedrängt wurde, um sich später von dort
wieder großflächig auszudehnen, wie etwa zu ihrer Blütezeit im 17. und 18.
Jahrhundert. Heute steht man jedoch vor dem Problem, dass viele Trockenrasen als lebendige Zeugnisse dieser ehemaligen Steppenlandschaft, die sowohl einzigartiger Lebensraum, als auch gleichzeitig Teil der Identität Ostösterreichs ist, endgültig zu verschwinden drohen.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice