Kinder- und Jugendarbeit in der Kommune Legitimation und Zukunft am Beispiel offen geführter Jugendhäuser
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
15.09.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
140 (Printausgabe)
Dateigröße
1342 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640705412
gesellschaftlichen Wandels und die Konsequenzen des PISA-Schocks produzieren für die Kinder- und Jugendarbeit augenblicklich einen so noch nicht da gewesenen existentiellen Handlungs(/Wandlungs-)bedarf. Die strukturellen Veränderungen unserer Gesellschaft überfrachten die
Kinder- und Jugendarbeit derzeit mit immer neuen und oft auch widersprüchlichen Anforderungen, die sie in ihre Arbeit integrieren soll. In Ermangelung eines dies verarbeitenden Selbstkonzepts, fällt es der Kinder- und Jugendarbeit jedoch zusehends schwerer, den Prozess des Ausgleichs und der Integration dieser Anforderungen zu einem positiven Abschluss zu führen, zu vieles ändert sich derweil zu grundlegend.
In einem diffusen, wenig fundierten und mit den Zielen von Kinder- und Jugendarbeit selten austarierten Reaktionsmix, läuft Kinder- und Jugendarbeit aktuell eher Gefahr sich zu überfordern und zu einer Ergänzungsinstitution anderer Einrichtungen wie z.B. der Schule zu werden. Denn Kinder- und Jugendarbeit in ihrem vielseitigen äußeren wie inhaltlichen Erscheinungsbild ist keine unabhängig operierende Institution. Seit knapp fünfzig Jahren steht sie offiziell als dritte Institution neben der Schule und dem Elternhaus im System der Sozialisationsinstanzen und muss sich mit Veränderungen der am Systemverbund beteiligten Personen und Einrichtungen auseinandersetzen.
War Wandel, Wechsel und Fluktuation, ob gesellschaftlich, inhaltlich oder die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen als AdressatInnen betreffend, für Kinder- und Jugendarbeit bisher also ein traditionell alltägliches Geschäft, ist der Umfang und die Intensität des Wandels
von der jetzigen Form der Kinder- und Jugendarbeit kaum noch zu kompensieren...
...Die zukünftig entscheidende Frage für die Kinder- und Jugendarbeit wäre also, ob sie sich aktiv an einer inhaltlich strukturellen Neupositionierung ihres Feldes beteiligt oder ob sie sich von andern Institutionen ins Abseits einer reinen Wochenendveranstaltung
drängen lässt?
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