Die Schreibkonferenz - Ein Einblick in die Methode
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.03.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
984 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656161264
ist wissenschaftlich erwiesen, dass derselbe Aufsatz von unterschiedlichen
Lehrpersonen sehr unterschiedlich beurteilt wird. Das liegt zum einen daran,
dass die Textqualität schwer zu erfassen ist, zum anderen an der Tatsache,
dass oft das äußere Erscheinungsbild oder die inhaltliche Position stärkeren
Einfluss auf die Lehrperson haben. Aus dem Bewerten, dem kognitiven
Akt des Einschätzens und dem Beurteilen, der sprachlich geäußerten
Bewertung gegenüber dem Schüler ergibt sich in der Regel das Benoten, die
zusammenfassende Bewertung einer Leistung in einer Ziffernote. Diese
gelten aber aus den oben genanten Gründen weder als valide, noch als
reliabel, noch als rein objektiv. Da aber auf die Notengebung nicht
verzichtet werden kann, muss man an dem Bewertungsmaßstab arbeiten.
Kriterienkataloge sind aber nur sinnvoll, wenn sie grundsätzlich von allen
eingehalten werden und keine Überzahl an Kriterien entsteht. Ingrid
Böttcher und Michael Becker-Mrotzek haben hierzu einen Basiskatalog
entwickelt, der 12 Kriterien umfasst und 5 Dimensionen für die
Aufsatzbeurteilung herausstellt. Wenn man nun also einen festgelegten
Kriterienkatalog hat, dann könnte man diesen auch als allgemein gültiges
Messinstrument verwenden.
Ist es daher nicht sinnvoll, wenn die Schülerinnen und Schüler den Schritt
der Bewertung selber gehen, also schon vor der Abgabe ihre Aufsätze
kontrollieren können?
Eine geeignete Methode für das Bewerten eines Schüleraufsatzes ist die
Schreibkonferenz. Der selbstverfasste Text wir einer kleinen kritischen
Öffentlichkeit präsentiert, damit der Verfasser möglichst vielseitige
Rückmeldungen bekommt, der ihn dann veranlasst seinen Text zu
überarbeiten. Brakel-Olsen hat 1990 in einer Studie herausgestellt, dass die
Quantität der Überarbeitungen ohne Beteiligung der Mitschüler zwar höher
war, jedoch meist nur die Oberfläche des Textes betrafen.[...]
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