Der Begriff der Öffentlichkeit in John Deweys "The Public and its Problems"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.07.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
559 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638295222
Aber auch für die Politikwissenschaft gibt es bei Dewey durchaus Anknüpfungspunkte, und zwar insbesondere in seiner Theorie der Demokratie. In Deutschland hat besonders Hans Joas zu einer Verbreitung von Deweys Gedanken beigetragen. In dieser Hausarbeit soll ein bisher noch wenig berücksichtigter Aspekt von Deweys Demokratietheorie, nämlich sein Öffentlichkeitsbegriff dargestellt und interpretiert werden.
Dewey hat seine Gedanken zum Thema Öffentlichkeit in einem Essay mit dem Titel "The Public and its Problems" verarbeitet. Der Essay entstand aus Deweys Auseinandersetzung mit einem Buch von Walter Lippmann. In Lippmanns Buch "The Phantom Public" wird ein zunehmendes Versagen der demokratischen Kontrolle der Regierung konstatiert. In einer immer komplexer organisierten Gesellschaft könne der Bürger viele Fragen überhaupt nicht mehr sachgerecht entscheiden. Auch viele andere Politikwissenschaftler und Kulturkritiker waren skeptisch gegenüber der modernen Massendemokratie und wollten sie durch eine stärker von Experten gelenkte Regierungsweise ersetzen.
Gegen diese Position hat sich Dewey immer gewandt: Die Prinzipien der Wissenschaft sind für ihn, wie er in "The Public and its Problems" deutlich macht, mit denen der Demokratie insofern identisch, als sie beide auf freier Kommunikation beruhen. Eine wissenschaftliche und rationale Steuerung der Gesellschaft und ihre Demokratisierung schließen sich nach Dewey keineswegs aus. Im Gegenteil: Dewey versteht die Entstehung der Demokratie gerade als Fortschritt im rationalen Selbsterkenntnisprozess der Gesellschaft.
In dieser Hausarbeit soll zunächst Deweys Gedankengang dargestellt werden. In der anschließenden Interpretation will ich zeigen, dass Deweys Öffentlichkeitsbegriff sich am besten vor dem Hintergrund von Hegels "Grundlinien der Philosophie des Rechts", als Bestandteil einer linkshegelianischen Theorie der Demokratie, verstehen lässt.
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