Herstellung von Öffentlichkeit als pädagogisches Prinzip auf der Grundlage theaterpädagogischer Überlegungen am Beispiel der Helene-Lange-Schule Wiesb
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
20.07.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
72 (Printausgabe)
Dateigröße
821 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638524155
Bei einer Vielzahl von Kritikern am heutigen Schulsystem wird immer wieder Klage geführt, dass Schule in der jetzigen Form zu wenig praxisnah sei und dass beim Lernstoff in der Regel der Lebenssinnzusammenhang fehle, was wiederum die Schülermotivation minimiere. Auch die Kommunikation werde durch den nach wie vor großen Anteil des Frontalunterrichts eher gehemmt als gefördert, und schließlich bleibe die Hauptaufgabe, Selbstbewusstsein und Persönlichkeit zu fördern, weit hinter dem Anspruch an die Leistungsfähigkeit der Schüler zurück.
Untersuchungen, die sowohl an der Helene-Lange-Schule (HLS) in Wiesbaden als auch an der Laborschule Bielefeld durchgeführt wurden, belegen, dass ein höherer Anspruch an die Persönlichkeitsentwicklung, z. B. im Rahmen ästhetischer Bildung, trotz Reduzierung des Fachunterrichts nicht zu schlechteren Leistungen führen muss.
Will man den Ergebnissen der Pisa-Studie an der Helene-Lange-Schule Glauben schenken, so könnte man die These aufstellen, dass es gerade mit diesem Bildungsschwerpunkt möglich war, unter den Gesamtschulen Testsieger zu werden.
Was ist nun das Besondere an der Reformschule in Hessen, deren Schulleiterin, Enja Riegel, die provokante These aufstellt: "Theater macht gut in Mathe."?
Bei genauerer Betrachtung der pädagogischen Arbeit fällt auf, dass die Herstellung von Öffentlichkeit eine besondere Rolle einnimmt und gezielt in der pädagogischen Praxis eingesetzt wird.
Wie und mit welchem Erfolg dies bisher geschehen ist und wie es möglich war, dass diese Schule trotz einer Verminderung des Fachunterrichts um ein Drittel der Stundenzahl an die Spitze der deutschen Gesamtschulen vorstoßen konnte, sollen die Kernfragen dieser Arbeit sein.
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