'Der Konsum deckt den Gabentisch'. Zur Entwicklung der Werbung in der DDR
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.01.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
1260 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638462273
"Konsum" war die umgangssprachliche Kurzform der Einrichtungen des "Verbandes Deutscher Konsumgenossenschaften", die Fabriken (wie z.B. die Konsum-Seifenfabrik Riesa), Kaufhallen, Kaufhäuser, Versandhandel und Gaststätten schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts betrieben und nach dem Zweiten Weltkrieg weiter ausbauten. Dieser Werbespot wurde für eines der "konsument-Warenhäuser" angefertigt, die 1965 gegründet wurden und somit eine weitere Warenhauskette, neben den staatlichen Centrum-Warenhäusern, in der DDR darstellten.
Der Slogan dieses Werbespots zeigt sehr deutlich die Ambiguität, die man immer wieder in den Werbetexten der DDR-Werbung findet. "Konsum" einerseits als die bereits beschriebene Kurzform für Einrichtungen des "Verbandes Deutscher Konsumgenossenschaften" und andererseits jedoch ein dezenter Hinweis an den Verbraucher, dass nur durch vermehrten "Konsum" weiterhin ein gedeckter Gabentisch gewährleistet ist.
Ein entscheidender Grund für diese sublime Zweideutigkeit war, dass die einzige Werbeagentur der DDR, die Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG), eine Gesellschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) war und deshalb immer in deren Auftrag und unter ihrer Aufsicht Werbekampagnen entwarf.
n der nun folgenden Hausarbeit wird zunächst im ersten Teil die Entwicklung und Veränderung der DDR-Werbung und ihre Beeinflussung durch politische Ideologien, unter Berücksichtigung geschichtlicher Aspekte, genauer betrachtet werden. Hierbei wird vor allem auf Entwicklungsprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg, dem Mauerbau 1961, dem endgültigen Werbeverbot für den Binnenhandel 1975 und auf die Zeit nach der Wende 1989 eingegangen.
Im zweiten Teil wird anhand ausgewählter Beispiele unterschiedlicher Werbeepochen der DDR-Werbung, eine Analyse über deren Veränderungen dargestellt. Bei der Analyse der Anzeigen wird nicht nur der Textinhalt und mögliche Sprachmuster betrachtet, sondern auch die Bild- und Formensprache einer Werbekampagne berücksichtigt.
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