Die Europäische Union und ihre Städte Stiefkinder oder Ecksteine?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.08.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
41 (Printausgabe)
Dateigröße
598 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640148417
durch die Präsenz von Geschichte und durch das Versprechen auf eine offene
Zukunft« (Siebel (2004a) 14).
Wenn Walter Siebel von der Europäischen Stadt schreibt, meint er damit nicht (nur) Paris, Potsdam oder Prag. »Europäische Stadt« ist für ihn ein konzeptioneller Oberbegriff, eine Art Dach, das über den einzelnen europäischen Städten gebaut ist und das diese von den Städten anderer Kontinente unterscheidet. Aber was ist eigentlich die Europäische Stadt?
Ist sie ein bauliches Modell, Utopie, historische Idee? Dieser Text wird sich mit dieser Frage befassen und zunächst eine inhaltliche Füllung des Begriffs »Europäische Stadt« unternehmen.
Hierzu wird in Kapitel II. die Kategorie der »Europäische Stadt« auf theoretischem Wege mithilfe Max Webers methodischem Weg der Idealtypenbildung präzisiert.
Sofern dann die Europäische Stadt dann hinreichend beschrieben ist, lässt sich weiter fragen: Wenn in Europa solche, wie auch immer gearteten Europäischen Städte zu finden sind - was macht Europa dann damit? Weiß Europa überhaupt um die Besonderheit seiner Städte? Fördert Europa die Städte oder stehen europäische politische Vorhaben und Ziele gar in Widerspruch zu deren Bedürfnissen?
Um auf diese Fragen Antwort zu geben, sind zwei weitere, empirisch ausgerichtete Schritte zu gehen. Hierbei wird untersucht, ob - und, falls ja: wie - sich die europäische Politik - das heißt im konkreten: das Agieren der Europäische Union, speziell im Hinblick auf das Handeln der Europäischen Kommission als initiierender Akteur - auf die Europäischen Städte auswirken. Kapitel III. wird sich dabei mit Politikfeldern befassen, auf denen die
dysfunktionale Implikationen der europäischen Politik beobachtbar sind. Kapitel IV. hingegen wird sich den förderlichen Auswirkungen widmen und zeigen, wo die EU ihre Städte unterstützt. In einem abschließenden Fazit in Kapitel V. wird es dann möglich sein, eine Antwort auf die im Titel formulierte, Leitfrage - »Die Europäische Union und ihre Städte - Stiefkinder oder Ecksteine?« - zu geben.
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