Ein Portrait der Beat Generation als Wegbereiter der Psychedelic Bewegung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
20.10.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
395 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640191284
Ginsberg am 13. Oktober 1955 mit diesen Worten auf die Bühne der Six Gallery in San Francisco bat,
ahnte wohl kaum jemand, dass der unscheinbare junge Mann zur Schlüsselfigur einer Gegenkultur zum
kleinbürgerlichen Nachkriegsamerika avancieren würde. In der historischen Aufbereitung des Zeitgeschehens
markiert die Lesung, insbesondere Ginsbergs Gedicht "Howl", den Anfangspunkt für die öffentliche
Wahrnehmung der Beat Generation. Als erste moderne Protestkultur zieht sich der Einfluss der
Beat Bewegung durch alle nachkommenden alternativen und gesellschaftskritischen Kulturentwicklungen
und ist überdies der direkte Wegbereiter für die Psychedelic-Szene. Dabei war gerade die Literatur
das Zugpferd der Beat Mythologie, zu deren Vordenkern neben Ginsberg auch die Autoren William S.
Burroughs und Jack Kerouac gehören.
Die vorliegende Arbeit evaluiert den kulturhistorischen Zusammenhang zwischen der Beat-Literatur,
dem damit verbundenen Lebensgefühl und den "spirituellen Kindern" der Beats, am Beispiel der Psychedelic-
Bewegung. Dabei soll eine Perspektive entworfen werden, die sowohl direkte als auch indirekte
Verbindungslinien zwischen der literarischen Tradition des Beats einerseits- und der psychedelischen
Musik seit Anfang der 60er Jahre andererseits - offen legt. Neben persönlichen Beziehungen zwischen
Autoren und Musikern, werden ferner auch formästhetische Parallelen zwischen den beiden Kunstformen
Gegenstand der Analyse sein. Musik- und literaturwissenschaftliche Fachpublikation werden ebenso
als Wissensfundus Verwendung finden, wie die bislang gehörten Vorträge im Seminar. Die soziale
Verflechtung wichtiger Künstler, Selbsterfahrung durch Drogen, transatlantische Austauschprozesse,
aber auch die Eigentümlichkeit lokaler Szenen - all dies wurde von den Referenten diskutiert. Dabei ist
durch die Betrachtung der Einzelphänomene auch ein erkenntnistheoretischer Mehrwert gewachsen,
man denke nur and die bisweilen unerwarteten Beziehungen zwischen einzelnen Zeitfiguren. Obschon
sich die Psychedelic-Bewegung sicher nicht als autarke Jugendkultur typisieren lässt, repräsentiert sie
doch einen speziellen Kunst- und Lebensstil, der weitaus facettenreicher ist, als es das angestaubte
Klischee vom allzeit "zugedröhnten" Hippie es suggerieren mag.
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