Die Überlegungen des Dritten Reichs zur Rückholung deutscher Auswanderer aus Lateinamerika und die These von der 5. Kolonne - ein Widerspruch?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.06.2002
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
496 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638131612
Dem "intentionalistischen" Interpretationsmodell folgend, schreiben Pommerin und Ebel der ideologischen Komponente in der NS-Außenpolitik einen bestimmenden Charakter zu und können so davon sprechen, die These der "5. Kolonne" sei schon deshalb nicht haltbar, weil das Konzept einer gezielten Besiedlung Lateinamerikas "im krassen Gegensatz zur nationalsozialistischen Ideologie gestanden" hätte, deren "siedlungspolitische Stoßrichtung [...] in der Besiedlung des zu erobernden "Ostimperiums" gelegen habe.
Im Gegensatz hierzu soll an dieser Stelle versucht werden, die Rücksiedlungspläne in den Kontext allgemeiner Entwicklungen im Reich zu stellen. Wenn es zu zeigen gelingt, dass die Pläne keineswegs nur als die Umsetzung eines ideologiegebundenen Programms zu verstehen sind, sondern immer auch - wie von Vertretern des "strukturalistischen" Erklärungsansatzes gefordert - als Resultat zeitgebundener, z. T. pragmatischer und opportunistischer Motive betrachtet werden müssen, kann die von Pommerin und Ebel vertretene These nicht aufrecht erhalten werden. Hingegen muss dann davon ausgegangen werden, dass die Möglichkeit der Bildung einer "5. Kolonne" in Lateinamerika immer grundsätzlich bestand.
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