Verbalperiphrasen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Erscheinungsdatum
11.09.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
226 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640161904
und offen für Neuerungen bzw. diachrone Verschiebungen bezüglich deren Eigenschaften
sowie Verwendungs- und Kombinationsmöglichkeiten. Aber auch synchron lassen sich
signifikante Unterschiede im Gebrauch der verschiedenen Periphrasen hinsichtlich deren
Frequenz, ihrer diatopischen Verteilung, diamesischen Verwendung und semantischen bzw.
morphosyntaktischen Restriktionen feststellen.
Absolut gesehen, lassen sich Periphrasen als grammatikalisierte Strukturen verstehen.3
Noch bedeutender als diese absolute Feststellung ist wahrscheinlich die Beobachtung, dass
die verschiedenen Verbalperiphrasen unter Anwendung eines relationalen Grammatikalisierungsbegriffs
ganz unterschiedliche Grammatikalisierungsgrade erreicht haben bzw.
beim Durchlaufen eines Grammatikalisierungsprozesses unterschiedlich weit fortgeschritten
sind. Dies gilt sowohl im einzelsprachlichen als auch im (inner- wie außerromanisch)
zwischensprachlichen Vergleich.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll nach einer kritischen Auseinandersetzung mit
verschiedenen Definitionskriterien für Verbalperiphrasen und einer überblicksmäßigen
Darstellung und Klassifizierung des Inventars an Verbalperiphrasen in den romanischen
Sprachen der Zusammenhang zwischen Grammatikalisierung und Verbalperiphrasen untersucht
werden. Dies erfolgt unter diachronen, synchronen und kontrastiven Gesichtspunkten.
So soll zunächst der Grammatikalisierungsmechanismus der Metaphorisierung mit anschließender
Analogiebildung am Beispiel der portugiesischen Repetitivperiphrase dargestellt werden. Anschließend werden die italienischen aspektuellen Gerundialperiphrasen
mit stare, andare und venire einer genaueren Untersuchung unterzogen. Neben
Betrachtungen zu den charakteristischen Eigenschaften dieser Verbalperiphrasen sowie zu
eventuellen Restriktionen in deren Verwendung sollen daraus auch Rückschlüsse auf deren
unterschiedlichen Grammatikalisierungsgrad bzw. -status gezogen werden. Auf wichtige
Unterschiede zu äquivalenten Konstruktionen etwa im Spanischen oder Englischen kann
leider nur knapp hingewiesen werden.
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