Erzähltextanalyse von Gerhart Hauptmanns 'Bahnwärter Thiel'
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.01.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
429 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640518272
In der folgenden Arbeit möchte ich die novellistische Studie "Bahnwärter Thiel", von
Gerhart Hauptmann, unter Berücksichtigung der drei Kategorien, Zeit, Modus und
Stimme analysieren und die Schwerpunkte dieser einzelnen Kategorien
anschließend als Ergebnis präsentieren.
Epochenüberblick - Naturalismus
Der Naturalismus ist eine Strömung u.a. in der Literaturgeschichte von ca. 1880 bis
1900, die auf genauer Naturbeobachtung beruht. Er bezeichnet eine Stilrichtung, bei
der die Wirklichkeit originalgetreu abgebildet und auf Beschreibungen und subjektive
Ansichten verzichtet wird. Der Naturalismus lässt sich auch als eine radikalisierende
Fortführung des Realismus beschreiben. Diese Strömung lässt sich in drei
Abschnitte, den Frühnaturalismus (1880-1889), Hochnaturalismus (1889-1895) und
Zerfall des Naturalismus (ab 1895) unterteilen, wobei diese Übergänge der einzelnen
Perioden fließend sind.
Bevorzugte Gattungen der Literaten waren u.a. epische Kleinformen, wie z.B. die
Studie und die Novelle. Der sogenannte Sekundenstil war hierbei eine völlig
neuartige Erzähltechnik der Naturalisten. Mit Hilfe dieser Technik wurden Sekunde
für Sekunde Raum und Zeit geschildert, mit dem Ziel der Widerspiegelung der
Realität.
Auch in Hauptmanns Studie "Bahnwärter Thiel" lässt sich dieser Stil erkennen.
Hauptmanns "Bahnwärter Thiel" gilt als exemplarischer naturalistischer Prosatext.
Erzählt wird hier - im mehr oder weniger nüchternen Duktus - die Geschichte des
Verfalls einer Psyche, einer Psyche, die sich unter den Einflüssen von chaotischen
Natur- und Technikbeschreibungen selbst zerstört. Sprachgewaltige
Naturbeschreibungen spiegeln in dieser berühmten Novelle die psychischen
Vorgänge des Protagonisten Thiel wider
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