Antiziganismus - "Das Zigeuner-Gen" Die historische Entwicklung des Zigeunerstereotyps in Europa
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.05.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
199 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638048477
Bei dem Text handelt es sich um den Versuch, die Entstehung des Zigeunerstereotyps zu erklären, und darüberhinaus in einer diachronen Betrachtung, den Wandel des gesellschaftlichen Zigeunerbilds zu beleuchten. Der Autor nutzt zur Charakterisierung der Zigeuner zeitgenössische Zitate. Auf diese Weise stellt er in einer sehr lebendigen Art und Weise dar, wie sich die Einstellung "dem Zigeuner" gegenüber verändert hat.
Kaum einem Volk wurde in der deutschen Geschichte so viel Misstrauen und Verachtung entgegengebracht wie den Zigeunern. Auf der anderen Seite schufen Träume und Sehnsüchte der bürgerlichen Gesellschaft jene Bilder von Roma und Sinti, die der Realität überhaupt nicht entsprachen. In Opern wie "Carmen" von Georges Bizet und zeitgenössischen Liedern, erscheinen Zigeuner stets als heißblütige Musikanten und sorglose, freilebende Gestalten. In Gedichten und Erzählungen wird ihnen Ungebundenheit und Naturverbundenheit zugeschrieben. Zahlreiche Werke der bildenden Kunst stellten singende, musizierende und buntgekleidete Gruppen dar.
Die Zigeuner wurden, und werden heute immer noch zwischen romantische Klischeevorstellungen und soziale Vorurteile gedrängt. Auch im Nachkriegsdeutschland wird das "Zigeunerleben" in Liedern besungen, und die bürgerlichen Wunschvorstellungen von einem freien und ungebundenen Leben gepriesen. Ich bitte zu beachten, dass sämtliche Äußerungen in dieser Ausarbeitung historische Aussagen zum Volk der Sinti und Roma darstellen, und in keinster Weise meine persönliche Ein-stellung wiederspiegeln. Ich habe die Aussagen ohne eigene Wertung aus der Literatur übernommen. Des Weiteren verwende ich durchgängig die Bezeichnung "Zigeuner", trotz der negativen Konnotation des Wortes. Betrachtet man die Geschichte der Zigeuner in Mitteleuropa seit dem fünfzehnten Jahrhundert, so ist es nicht nur eine Geschichte der Verfolgung, sondern auch der Instrumentalisierung für sozialpolitische Zwecke.
Die Zigeuner migrieren in einer Zeit des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs nach Zentraleuropa. Sozioökonomische Umwälzungen, Aufstände und Revolten prägen das Bild der Zeit. Durch die Krise des Feudalismus und den Druck der sich ausbreitenden Geldökonomie auf die ländlichen Unterschichten entsteht ein ausgeprägtes Vagantentum.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice