Fehler und Fehlerkorrektur
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Sprache:Deutsch
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.12.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
434 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638232890
21. Januar 2002 im Rahmen des Proseminars "Phonetik und
Phonologie für DaF" unter Leitung von Dr. phil. Michael Fritsche
an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg gehalten habe.
Titel und Thema des Referats und dieser Ausarbeitung sind
"Fehler und Fehlerkorrektur". Dazu werde ich zunächst darlegen,
was man überhaupt als Fehler bezeichnet, werde im darauf
folgenden Teil mögliche Fehlerursachen erläutern und im letzten
Abschnitt auf das Problem der Fehlerkorrektur eingehen. Bevor man sich mit dem Bereich der Fehlerkorektur
auseinandersetzt, muß man sich erst einmal klar darüber
werden, was überhaupt ein Fehler ist. Das scheint zunächst
trivial, so ist ein Fehler doch immer als eine Abweichung von
etwas oder als ein Verstoß gegen etwas zu begreifen. Wie
mannigfaltig dieses "etwas" im Bereich des
Fremdsprachenunterrichts jedoch definiert werden kann und
wird, hat Karin Kleppin in ihrem Werk "Fehler und
Fehlerkorrektur" aufeglistet:
"A
B
C
D
E
F
G
H
I
?
?
?
?
?
?
?
?
?
Ein Fehler ist eine Abweichung vom Sprachsystem. [Darunter versteht
sie ungefähr das, was de Saussure als Langue bezeichnet.]
Ein Fehler ist eine Abweichung von der geltenden linguistischen Norm.
Ein Fehler ist ein Verstoß dagegen, wie man innerhalb einer
Sprachgemeinschaft spricht und handelt. [Als deskriptive Norm
verstanden.]
Ein Fehler ist das, was ein Kommunikationspartner nicht versteht.
Ein Fehler ist das, was ein Muttersprachler nicht versteht.
Ein Fehler ist das, was gegen Regeln in Lehrwerken und Grammatiken
verstößt. [Hier also im Gegensatz zu Punkt C gegen eine präskriptive
Norm als Maßstab.]
Ein Fehler ist das, was ein Lehrer als Fehler bezeichnet.
Ein Fehler ist das, was ein Muttersprachler in einer bestimmten
Situation nicht sagen oder tun würde. [Hierbei ist eine pragmatische
Norm die Bezugsgröße.]
Ein Fehler ist das, was gegen die Norm im Kopfe des Lehrers verstößt. J ? Fehler sind relativ. Was bei einer Lerngruppe in einer bestimmten
Unterrichtsphase als Fehler gilt, wird bei einer anderen in einer
anderen Phase toleriert." 1 Man sieht, daß sich diese Definitionen teilweise überschneiden,
verschiedene Blickwinkel aufzeigen. Die Fragen, die man sich
dabei als Lehrer stellen muß, sind, warum man etwas als Fehler
identifizieren will und welches eigentlich das Gesamtziel des
Unterrichts ist. [...]
Kleppin, Karin: Fehler und Fehlerkorrektur. Fernstudieneinheit 19.
Berlin/München: Langenscheidt 1998. S.19/20.
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