Die Kriegsbräuche der Plains- und Prärieindianer
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.11.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
151 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638321877
Die geographische Ausdehnung der Territorien der Stämme, wie sie zum Zeitpunkt der Unterwerfung durch die Vereinigten Staaten bestand, war selbst zu einem bedeutenden Teil Ergebnis militärischer Auseinandersetzungen und Machtverhältnisse. Am Beispiel der Sioux sei dies kurz verdeutlicht: Um die Mitte des 17. Jahrhunderts siedelten diese in einem Raum westlich des Oberen Sees mit Schwerpunkt im Mille-Lacs-Gebiet. Um etwa 1680 wurden sie als Folge von Auseinandersetzungen mit den Cree, vor allem jedoch mit den Ojibwa, bei denen der Besitz der Wildreisgebiete von zentraler Bedeutung war, nach Westen abgedrängt. Im Verlauf dieser Bewegung ergriffen die Sioux selbst die Initiative und gewannen den ursprünglich dort lebenden Stämmen bedeutende Territorien ab. Die erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eroberten Black Hills bildeten dabei einen gewissen Schwerpunkt. Noch in den 1820er Jahren, wenige Jahrzehnte vor der endgültigen Unterwerfung der Sioux, gelang diesen die Übernahme des Bighorn-Gebietes als Folge eines Krieges gegen die Crow.
Das häufige Vorhandensein militärischer Aktivitäten, das wie bei den Sioux bei den meisten anderen Stämmen des Plains- sowie Präriegebietes der Fall war, blieb nicht ohne Folgen: Der Krieg spielte in deren Denken und Alltag eine besondere Rolle; dies schlug sich in den Sitten sowie der materiellen Kultur nieder. Diese Gesichtspunkte bilden neben den in direktem Zusammenhang mit der Planung und Durchführung von militärischen Unternehmungen stehenden Bräuchen das Thema dieser Seminararbeit.
Der Zeitpunkt der Betrachtung reicht grundsätzlich vom Beginn der Kontakte zu den Weißen bis zur Aufzwingung des Reservationssystems durch die Vereinigten Staaten. Aufgrund der besonderen Dichte des Materials, das aus dieser Zeit vorhanden ist, liegt der zeitliche Schwerpunkt auf dem 19. Jahrhundert.
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