Der Innovationskontext als wirtschaftshistorischer Analyserahmen
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Sprache:Deutsch
29,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Erscheinungsdatum
01.02.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
74 (Printausgabe)
Dateigröße
1030 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783638350976
Wirtschaft hängt entscheidend davon ab, immer wieder neue Produkte, Verfahren
und Dienstleistungen der Nachfrage anzubieten."1
Dennoch gibt es bisher keine umfassende Theorie, die vollständig erklären kann,
welche Gegebenheiten Innovationen ermöglichen, welche sie verhindern oder
welche Faktoren Innovationsaktivitäten begünstigen oder sie eher hemmen. Deswegen
werden zu Anfang dieser Arbeit in Kapitel 2 Forschungsansätze aus den
Jugendjahren der Innovationsforschung kurz dargestellt. Beginnend mit Schumpeter
und dem "Prozess der kreativen Zerstörung" werden neoklassische, evolutionsökonomische
und nachfragetheoretische Forschungsrichtungen angerissen, um
zu zeigen, dass durch sie sehr wohl wichtige Aspekte des Innovationsgeschehens
erklärt werden können, jedoch diese Erklärung meist recht einseitig auf einen oder
einige wenige Faktoren konzentriert ist.
Der erste Schritt um mehrere der bisherigen Ansätze, die sich gut unter den
Schlagworten Technology Push und Demand Pull zusammenfassen lassen, zu
vereinigen, wird mit dem verbundenen Innovationsprozess getan, mit dem auch
Kapitel 3 beginnt. Eine kurze Betrachtung genügt hier, da der verbundene Innovationsprozess
lediglich auf einer Kombination bisheriger Modelle beruht. Neues
bringt hingegen Michael Porter mit seiner Netzwerkanalyse und dem von ihm
eingeführten Begriff des Branchen- oder Innovationsclusters. Er erklärt einen entscheidenden
Erfolg von Innovationsprozessen mit den Beziehungen, die zwischen
seinen Akteuren bestehen. Insofern liefert Porter auch für die kontextuelle Sichtweise
wichtige Anknüpfungspunkte. Außerdem führt er neben bisher rein ökonomischen
oder technischen Gesichtspunkten neue Variablen für das Gelingen von
Innovationsprozessen ein. Hand in Hand mit diesem Ansatz geht die Theorie der
Innovationsräume oder Innovationssysteme, die ebenfalls kulturelle, gesellschaftliche,
organisatorische und noch andere Faktoren berücksichtigt, jedoch bleibt sie
dabei sehr stark auf regionale Gesichtpunkte beschränkt.
Eine Kombination aller Einflussgrößen, ohne jedoch dabei das Augenmerk zu
sehr auf regionale Entwicklungen zu richten, liefert das Modell des Innovationskontextes,
der in verschiedenen Ausprägungen und Organisationsformen, mit einem
Fokus auf den Kontext des Lead-Marktes, geschildert wird. [...]
1 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Hrsg.), Gesellschaft, 2002, S.7, Spalte1.
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