Geldpolitik und Zeitinkonsistenz bei intrinsischer Unsicherheit
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.02.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
444 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638618809
in der Geldpolitik lösen können.
In dieser Arbeit werden die ökonomischen Prozesse als Ergebnis der spieltheoretischen
Interaktion zwischen dem Privatsektor und der monetären Autorität (z.B. Zentralbank)
betrachtet. Im Rahmen wirtschaftlichen Handelns sind Versprechen, deren Wahrheitsgehalt
nicht oder erst später überprüft werden kann, von Bedeutung. Dabei ist es für den Erwartungsbildungsprozess
der privaten Wirtschaftssubjekte entscheidend, ob eine Ankündigung
glaubwürdig ist oder nicht. Allgemein wird eine Politikankündigung als zeitinkonsistent
bezeichnet, wenn sie zum Planungszeitpunkt für eine zukünftige Periode optimal ist, dies
nach Ablauf der Zeit jedoch nicht mehr gilt (vgl. Hamacher (1995), S.19). Eine monetäre
Autorität hat den Anreiz durch die Erzeugung von Überraschungsinflation - über den kurzfristigen
Phillipskurven-Trade-Off zwischen Inflationsrate und Arbeitslosenrate - kurzfristige
Outputsteigerungen hervorzurufen. Dies geschieht durch die Ankündigung einer Nullinflation
und anschließendem Inflationieren. Bei rationaler Erwartungsbildung ist der Anreiz
der Regierung, zu inflationieren Teil der Informationsmenge der privaten Wirtschaftssubjekte
und es werden entsprechende Inflationserwartungen gebildet. Dies führt ex post
dazu, dass im Gleichgewicht die Inflationsrate sowie die Kosten der Inflation höher sind.
Als Lösung können bindende Regeln dienen (vgl. Issing (1996), S.262f). Man bezeichnet
eine Politik als regelgelenkt, wenn die Wirtschaftssubjekte davon ausgehen, dass die Politikinstanz
langfristig immer gleich nach einer konkreten Verhaltensvorschrift, die entweder
formell oder informell besteht, handelt (vgl. Hamacher (1995), S.7). In einer wiederholten
Interaktion zwischen Regierung und Öffentlichkeit kann Reputation als Ersatz für eine
Regel dienen, da der potentielle Verlust an Reputation die Regierung motiviert, sich an
eine Regel zu halten.
In Kapitel 2 wird eine kurze Einführung in die Problemstellung in Zusammenhang mit der
Literatur und Historie gegeben. Anschließend wird im 3. Kapitel der Ansatz von Backus
und Driffill (1985) näher erläutert. Abschließend werden im 4. Kapitel alternative Lösungsansätze
kurz dargestellt und im 5. Kapitel ein Fazit geliefert. [...]
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