Die Sexualität der Frau als Argument im Kulturkampf
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
13.09.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
29 (Printausgabe)
Dateigröße
148 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638544467
Blickt man auf die abendländische Geschichte, erinnert die momentane Rhetorik stark an die mittelalterliche Polemik gegenüber dem sich ausbreitenden osmanischen Reich. Mit der Einnahme Konstantinopels 1453 durch die Osmanen setzte im abendländischen Europa eine ungeheure Schrifttätigkeit über die sogenannte ,Türkengefahr' ein. Begünstig durch das neue Medium des Buchdrucks und im Zusammenhang mit der christlichen Heilsgeschichte, entstand ein mächtiger Diskurs der sich dem Gegensatzpaar ,Christen-Türken' widmete. Sind es heute die Werte der Aufklärung die man in Gefahr wähnt, sah man damals die gesamte Christenheit einem Ansturm der muslimischen Türken ausgesetzt - man befürchtete den Untergang des gesamten Christentums. Die Deutungen der Geschehnisse gingen soweit, dass man die osmanische Expansion als Zeichen für die Ankunft des Antichristen wertete.
Neben der Notwendigkeit sich Informationen über den scheinbar übermächtigen Feind anzueignen, waren es oftmals auch persönliche Erfahrungsberichte, die Eingang in den Wissenskorpus über die Türken fanden - immer gekoppelt mit der Forderung sich des Feindes zu erwehren.
Einer dieser Berichte, das ,Tractatus de moribus, condictionibus et nequicia Turcorum' welches Georg von Ungarn zugeschrieben wird, soll bei der vorliegenden Arbeit als Quelle dienen. Ziel ist es den Umstand darzulegen, wieso bei der Beschreibung der ,islamischen Kultur' die Komponente der weiblichen Sexualität eine herausragende Rolle spielt. Scheint eine Analyse derselben Tendenz heutiger Texte, vor dem Hintergrund moderner Werte wie der weiblichen Emanzipation vergleichsweise einfach, ist man beim vorliegenden Text von Georg gezwungen verschiedene Aspekte in die Auswertung mit einzubeziehen.
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