Die Hauka - Erinnerung als sozialer Prozess
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.11.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
951 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638436564
Die Hauka sind eine der Götter-Familien der westafrikanischen Songhai. Sie kamen in den 1920ern während des Kolonialismus zu Angehörigen der Ethnie. Die Zeit, in der die Hauka erstmalig erschienen, war eine Phase, die für die Songhai einen harten aufgezwungenen sozio-kulturellen Wandel bedeutete. Dieser Einschnitt prägte die Erinnerung und die Identität der Betroffenen. Die Erfahrungen der Kolonialzeit gingen bei den Songhai in das sogenannte soziale Gedächtnis ein. Die Hauka erscheinen, indem sie von Medien Besitz ergreifen. Während sie sich im Körper der Medien befinden, imitieren sie die ehemaligen Kolonialherren. Dementsprechend sind die einzelnen Hauka Europäer und meist militärische Personen wie Generäle. In den Besessenheitsritualen und -situationen leben die Erinnerungen an die Vergangenheit in körperlicher Form (embodied memories) wieder auf und werden in gegenwärtige Zusammenhänge gebracht. Die Auswirkungen und Ästhetik ihrer Handlungen, so der Anthropologe Stoller, gehen soweit, dass sie sogar das politische Geschehen unter dem Regierungschef Kountché im postkolonialen Niger beeinflussten (Stoller 1995).
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