Performance und Performanz: Die Inszenierung von Popmusik im Zeichen der kulturwissenschaftlichen Performanztheorie
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.09.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
500 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640170906
Unter dem Banner des Performative Turn wurde eine Übertragung der sprechakttheoretischen
Überlegungen John Austins, in eine kulturwissenschaftliche Perspektive des Performativen auf den
Weg gebracht. Austin hatte sich bereits Anfang der 1960'er Jahre in der Ansicht positioniert, dass eine
sprachliche Äußerung bei ihrem Aussprechen zugleich einen Handlungsvollzug beinhaltet und damit
einen Aufführungscharakter offenbart.1 Das diskursive Potential dieser Vorstellung liegt in der Akteursperspektive,
die dem performativen Akt ein handelndes Subjekt zu Grunde legt.
Anknüpfend an die Sprechakttheorie, folgt die kulturtheoretische Anwendung des Performanzbegriffs
der Vorstellung des Zitierens kultureller Konventionen im Vollzug des Sprechakts. Zu der rein informativen
Sinnebene von Sprechakten, tritt - durch das Zitieren oder Wiederholen von Äußerungen - eine
rituelle Handlungsebene (Iterabilität). Sehr anschaulich wird dies von Uwe Wirth am Beispiel des Eheversprechens
dargestellt.2 Die Vollzugsformel des Standesbeamten "Kraft des mir verliehenen Amtes
erkläre ich euch zu Mann und Frau" beinhaltet Wirth zufolge zwei wesentliche Merkmale des performativen
Sprechakts. Einerseits handelt es sich nicht um eine Äußerung mit "logisch-semantischem Wahrheitswert"
(z.B. "Das Auto ist rot"), sondern um ein kulturgeschichtlich aufgeladenes Zitat mit formaljuristischer
Wirkung: "Im Gegensatz zur "konstativen Beschreibung" von Zuständen, die entweder wahr oder
falsch ist, verändern "performative Äußerungen" durch den Akt des Äußerns Zustände in der sozialen
Welt, das heißt, sie beschreiben keine Tatsachen, sondern sie schaffen soziale Tatsachen."3
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