Definition und Status des Konfixes: Nur ein gebundenes Grund-/ Basismorphem?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.05.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
406 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638783439
Ein Grund hierfür könnte sein, dass das Konfix sprachhistorisch noch nicht sehr lange zu den drei zentralen Einheiten der deutschen Wortbildung gehört, und dementsprechend ein relativ neuer Forschungsgegenstand derselbigen darstellt (vgl. Donalies 2000: 144). Das Konfix taucht erst seit den achtziger Jahren maßgeblich in der Forschungsliteratur auf, wird jedoch seitdem immer mehr als Gegenstand der deutschen Wortbildung thematisiert.
Meist wird darin das Konfix durch eine Abgrenzungsdefinition bestimmt, indem vorrangig Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Wortbildungseinheiten herausgestellt werden.
So gilt die Gebundenheit als Hauptmerkmal zur Abgrenzung der Konfixe von Wörtern beziehungsweise freien lexikalischen Einheiten, die Derivationsbasisfähigkeit hingegen zur Abgrenzung von den Wortbildungsaffixen (vgl. Donalies 2000: 144).
Auch wenn sich die Kategorie Konfix mittlerweile als Wortbildungseinheit und wissenschaftlicher Terminus neben Lexemen und Affixen in der Forschungsliteratur und in den Einführungen zur Wortbildung etabliert hat, wird der Begriff bisweilen sehr strittig und widersprüchlich verwendet.
Da dem Konfix meist eine Zwischenstellung zwischen frei vorkommenden Grundmorphemen und Affixen zugesprochen wird (vgl. Lohde 2006: 78), werden unter dem Begriff Konfix häufig solche morphologischen Einheiten zusammengefasst, die gebunden und trotzdem basisfähig sind. Aufgrund dieser weitgefassten Zwischenstellung bezeichnen einige Autoren die Kategorie der Konfixe als "gebundene Grundmorpheme" (Fleischer/ Barz 1995: 25).
Als weiteres Abgrenzungsproblem stellt sich, dass sich einige Konfixe wie mini- im allgemeinen Sprachgebrauch als eigenständige Wörter etablieren, wodurch der Status des Konfixes zunehmend problematisch zu werden beginnt (vgl. Fleischer/ Barz 1995: 120).
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