Pragmalinguistische Tendenzen in der Jugendsprache
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.05.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
180 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638781107
Ende der achtziger Jahre fand innerhalb der Jugendsprachforschung ein Paradigmenwechsel statt; Gegenstand der Untersuchungen ist seitdem weniger die Lexikographie, sondern vielmehr die "Ethnographie des Sprechens" (vgl. Schlobinski 2002: 17).
Durch diesen Perspektivenwechsel entstand eine Neuorientierung der Forschung auf sozio- und pragmalinguistische Aspekte. Es wurden nicht mehr Datenerhebungen mit Wortlisten ausgewertet, sondern konkrete Sprechereignisse in Gebrauchskontexten analysiert.
Der Fokus wird seit jeher weniger auf die kontextunabhängige Wortwahl der Jugendlichen gelegt, vielmehr geht es in neuen Ansätzen der Jugendsprachforschung um praktizierte Sprachmuster und erkennbare Tendenzen in den Jugendsprachen. Zu diesem Zweck werden spezifische Sprachvarianten als Bausteine eines Sprachstils betrachtet.
Jugendsprachen werden nach diesem Ansatz nicht primär auf den spezifischen Wortschatz untersucht, sondern als Sprechstile aufgefasst, die gruppen- und situationsabhängig variieren (vgl. Chovan 2003. 348).
Durch den starken Einfluss der Medien sowie der Fremd- und Sondersprachen unterliegt die Jugendsprache einem schnellen Wandel, der unter anderem durch Zugehörigkeitsbestätigung in der Gruppe, sowie Abgrenzung gegenüber externer Gruppen beschleunigt wird. Phänomene in der Jugendsprache unterliegen rasanten Veränderungen; Jugendsprachliches veraltet schneller als andere sprachliche Formen und wird schneller von anderen Elementen ersetzt. Die schnellen Entwicklungstendenzen können dementsprechend als Anzeichen eines allgemein beschleunigten Sprachwandels gelten. Da viele jugendspezifische Sprechweisen in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen, werden die Jugendsprachen allgemein als Entwicklungstendenzen der Gegenwartssprache betrachtet (vgl. Volmert 2004: 141).
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