Mit der Sozialarbeit auf dem Weg zu einem guten Leben? Ethische Implikationen in der Sozialarbeit
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.05.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
81 (Printausgabe)
Dateigröße
279 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640327775
welchen Wert- und Zielvorstellungen sich SozialarbeiterInnen in ihrer KlientInnenarbeit
orientieren. Könnte das Ziel der Sozialarbeit das gute Leben der KlientInnen sein?
Lassen sich gewisse Indikatoren eines guten Lebens überhaupt formulieren und könnte
auf dieser Grundlage mit KlientInnen gearbeitet werden? Sollen SozialarbeiterInnen
besser auf diese Fragen verzichten und "nur" die Probleme der Menschen lösen?
In dieser Diplomarbeit wird als erstes in der Ethik erörtert, ob sich Indikatoren eines
guten Lebens bestimmen lassen und dazu wird die ethische Konzeption des guten Lebens
von Martha Nussbaum vorgestellt. Weiter wird untersucht, welche Aussagen die
gesetzlichen Grundlagen der Sozialarbeit über das gute Leben machen. Ob und wie
dieses Thema in der Sozialarbeit diskutiert wird und was die Anwendung einer Konzeption
des guten Lebens für den Auftrag der Sozialarbeit in den Bereichen KlientInnenarbeit
und sozialpolitische Aktivität bedeutet, sind weitere Fragen, die untersucht
werden.
Die Ergebnisse aus der Ethik zeigen, dass Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung
grundlegend für die Umsetzung eines auf eigenen Wünschen basierenden guten Lebens
sind. In ihrer Konzeption des Guten zeigt Martha Nussbaum, welche menschlichen
Grundbedürfnisse abgedeckt sein müssen und welche Fähigkeiten für ein gutes selbstbestimmtes
Leben entwickelt werden müssen. Dabei weist sie auf die notwendigen materiellen
und institutionellen Strukturen und auf die Aufgabe des Staates hin.
Die Diskussion innerhalb der Sozialarbeit zeigt ein Bedürfnis nach ethischer Orientierung
und der Frage nach dem guten Leben der Menschen. Im Bereich der KlientInnenarbeit
sollten die Förderung der Selbstbestimmung und die Förderung der Handlungsfähigkeit
im Zentrum der Arbeit stehen. Ausgangspunkt und Ziel aller Interventionen ist
somit die Selbstbestimmung der KlientInnen. Dies hat Einfluss auf die ethische Orientierung
und Arbeitsweise der Sozialarbeit.
Die der Sozialarbeit zugrundeliegenden Gesetze zeigen eine weitgehende Übereinstimmung
mit den aus der Ethik gewonnen Indikatoren. Somit beruht die mit dem Sozialhilfegesetz
angestrebte Selbstbestimmung der KlientInnen auf ethisch begründeten
Grundlagen.
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