Heinrich von Kleist - Penthesilea: Der Ursprung der Penthesilea und ihre Kritik im Hinblick auf die zeitgenössische Gesellschaft Kleists
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
36 (Printausgabe)
Dateigröße
386 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640558452
1. Einleitung
1.1 Inhalt
2. Die Mythologie
2.1 Der griechische Mythos - Penthesilea
3. Die Griechische Tragödie
3.1 Euripides
3.1.1 "Medea"
3.1.2 "Hippolytos"
3.1.3 "Die Bakchen"
¿ Exkurs: Der Chor
3.2 Homer - "Ilias"
4. Der historische und kultushistorische Hintergrund
4. 1 Lebensdaten
4.2 Politik, Philosophie und Gesellschaft um 1800
4.2.1 Aufklärung und Romantik
4.2.2 Die Französische Revolution
4.2.3 Die Inszenierung der "Kant-Krise"
4.2.4 Kleist und Rousseau
¿Exkurs: Kleists Frauenbild in der "Penthesilea"
vs. Rousseaus Frauenbild in "Emil oder über die Erziehung"
5. Kleists Kritik zu Geschichte, Politik und Gesellschaft seiner
Zeit - Aufbruch in die Moderne
5.1 Gesellschaftsformen und Geschlechtertypik
5.2 Die Entgrenzung des Individuums
5.3 Auseinandersetzung mit dem klassizistischen Schönheitsideal
6. Anmerkung
7. Literatur - und Quellenverzeichnis
1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit Heinrich von Kleists Trauerspiel "Penthesilea", das 1808 erschien und 1876 in Berlin in bearbeiteter Fassung uraufgeführt wurde. Gemäß der
Entstehungszeit 1806, hat Kleist in dieses Stück, unter anderem die verschiedenen Literaturstile (Klassik, Aufklärung, Romantik) und Eindrücke der Politik und Philosophie des endenden 18.Jahrhunderts und des beginnenden 19. Jahrhunderts einfließen lassen.
Die Tragödie in Versen enthält keine Akteinteilung, sie ist in 24 Auftritte untergliedert, was nach Meinung der Forschung höchstwahrscheinlich auf die 24. Gesänge der "Ilias" von Homer
zurückgeht. Aber Kleist hat für "Penthesilea" nicht nur auf Homer zurückgegriffen, sondern auch die griechische Mythologie und die griechische Tragödie, besonders die Texte des Euripides, waren von großer Bedeutsamkeit.
"Penthesilea" ist ein viel diskutiertes Drama von Kleist. In dem Stück thematisiert er exemplarisch anhand der Protagonistin Penthesilea den Konflikt zwischen einem stark fühlenden
Individuum und einer gesellschaftlichen Ordnung, die dem natürlichen Empfinden desselben in unnatürlicher Weise entgegensteht. Penthesileas hervorbrechender innerer Konflikt wird durch das System ihrer Staatsform ausgelöst. Das Tragische entsteht durch die Konfrontation der natürlichen Gefühle mit der kollektiven Ordnung. Die Gesetzgebung des Amazonenstaates
erscheint jedoch schon in ihrer Basis abstrus. Diese Erkenntnis, die Penthesilea jedoch erst allmählich erwirbt, führt sie in die unabwendbare Katastrophe.
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