Unser Gedächtnis - reine Kopfsache?
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
145 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640549627
"Die unabdingbare Voraussetzung für Informationsverarbeitung ist Gedächtnis. Gedächtnis ist die Fähigkeit, Informationen für mehr oder weniger lange Zeitabschnitte bewahren zu können. Ohne die Möglichkeit, Informationen zu erhalten, gäbe es kein Leben und keine Evolution, keine sinnvolle Objekt- oder Situationswahrnehmung, kein konzeptuelles Verstehen, keine Sprache, keine Kultur und auch keine Identität. (...) Ohne Gedächtnis könnten wir keine Erfahrungen machen. (...) Ohne Gedächtnis könn- ten wir auch nicht denken, denn ohne erinnerbare Schemata, Konzepte und Kategorien gäbe es keine lohnenswerten mentalen Repräsentationen. (...) Die Welt wäre ein einziges Rauschen und das Gehirn vielleicht ein Klumpen Porridge, aber keinesfalls mehr ein Gehirn."
Das Gedächtnis ist demnach eine zentrale, wenn auch in der ethnologischen Forschung relativ neue Erscheinung, der man sich widmen sollte, wenn man die Denk- und Handelsweisen eines Volkes begreifen will. Zunächst möchte ich in dieser Arbeit klären, WIE die Informationen verarbeitet und gespei- chert werden, die unseren Wissensbestand ausmachen und somit auch unsere Identität und Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und Gesellschaft. Dann gilt es als zentrale Frage zu klä- ren, WO dieses Wissen produziert und gespeichert wird. Ist unser Gedächtnis eine reine ,Kopfsache' oder kann man es irgendwo außerhalb des Gehirns, sogar außerhalb unseres Körpers verorten? Schließlich soll auch beantwortet werden, WER entscheidet, an was wir uns erinnern und was in Vergessenheit gerät. Liegt diese Entscheidung beim Individuum oder beim Kollektiv, in dem es sich befindet?
Um Antworten auf die genannten Fragen zu finden werde ich Ansätze aus Kognitions- und Kulturwissenschaften aufzeigen, welche die Funktionsweisen und Eigenschaften des Phänomens ,Gedächtnis' zu erklären versuchen. Anhand eines Beispiels aus Australien werde ich zeigen, wie Gedächtnis sowohl im Kopf als auch außerhalb dessen, und zwar in der Landschaft, verortet wird. Auch die Frage, ob eher Individuum oder Kollektiv über die Art und Weise sowie den Inhalt unserer Erinnerung entscheiden, soll hier geklärt werden.
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