Ist Frieden wirklich eine Illusion? Eine Auseinandersetzung mit der Kulturtheorie Sigmund Freuds
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.04.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
139 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640598366
In seiner Veröffentlichung "Jenseits des Lustprinzips" von 1920 revidiert Freud seine Trieblehre, fasst Sexualtrieb und Selbsterhaltungstrieb zum sogenannten Lebenstrieb (Eros) zusammen und stellte ihm den Todestrieb gegenüber. Der Lebenstrieb obliege nach Freud dem Lustprinzip, während der Todestrieb danach strebt, zum Anorganischen zurückzukehren.1
Der Lebenstrieb ist für Freud Ausgangspunkt des Kulturprozesses, "der über die Menschheit abläuft"2 und ihr "die Erde dienstbar mach[t]"3, weil die Selbsterhaltung des Menschen in größeren Kulturgemeinschaften gesichert werden könne. Unter dem Begriff "Kultur" versteht Freud all das, was der Mensch hervorgebracht hat, um sein Fortleben zu gewährleisten.
Doch der Sexualtrieb, der andere Teil des Eros, störe den Kulturprozess, weil er nur in Paaren Befriedigung finden kann, während die Kultur "auf Beziehungen unter einer größeren Menschenzahl ruht"4. Ebenso wie der Todestrieb, der nicht nur an der inneren Zerstörung eines Menschen arbeitet, sondern sich auch "gegen die Außenwelt wende[t] und dann als Aggressionstrieb zum Vorschein komm[t]"5, arbeitet er gegen die Kulturentwicklung. Aus diesem Grund bezeichnet Freud den Kampf zwischen Eros und Todestrieb als Lebensinhalt der Menschheit, den man an der Kulturentwicklung ablesen kann.6
Es müsse zur Aufgabe der Kultur werden, die Sexual- und Aggressionstriebe einzudämmen. Die Sexualität der Menschen würde folglich auf das beschränkt, was der Kultur dienlich sein konnte: Die Vermehrung der Menschheit.
(...)
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