Unde Malum? Der Ursprung des Bösen in den Confessiones Augustins
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
31.07.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
572 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656249061
Der Manichäismus galt besonders bei den Gebildeten im lateinischen Westen des Reiches als Alternative zum Christentum bzw. aufgrund seiner intellektuellen Ausrichtung als höhere Form des Christentums, da er jüdisch-christliche Motive aufnahm, diese aber in seinen charakteristischen kosmischen Dualismus einwebte, in dem zwei Prinzipien oder Götter - Gut und Böse bzw. Licht und Materie/Finsternis - in ständigem Widerstreit stehen. Das böse Prinzip verhindere die Erlösung der in der bösen Materie gefangenen guten Lichtteilchen. Durch seine Lehre versprach der Manichäismus die guten Seelen der Menschen aus der Gefangenschaft der Materie zu befreien. Die Klarheit der Antworten, mit der innerhalb dieses geschlossenen Weltbildes schwierige Fragen (unde malum?) beantwortet werden konnten, ließ Augustin lange nicht an deren Richtigkeit zweifeln.
Es dauerte neun Jahre bis sich in Augustin Zweifel regten, die auch hochgelehrte Manichäer nicht ausräumen konnten, und er sich letztlich vom Manichäismus abwandte. Die Frage nach dem Ursprung des Bösen beschäftigte ihn aber weiter und er trug sie mit sich bis nach Mailand. Erst beim Studium der Neuplatoniker fand er die befreiende Antwort: das Böse ist weder Gott noch Prinzip, sondern es ist die Beraubung des Guten und letztlich ontologisch ein Nichts.
Wenn das Böse aber nicht ist, also somit auch keine Macht hat, wie lässt sich erklären, dass es in der Schöpfung, die in der Bibel von Gott selbst die Note "sehr gut" erhält, offensichtlich Leid und böse Taten gibt? Es ist letztlich die Frage nach dem Menschen und der Sünde, auf die in der vorliegenden Arbeit besonders eingegangen werden soll. Dabei soll auch deutlich werden, wie sich sich diese Thematik in Augustins theologisches Gesamtgebäude einfügt.
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