Emotionalität im TV-Duell Merkel - Schröder Kommunikative Techniken der Emotionsregulation aus sprechhandlungstheoretischer und psycholinguistischer Perspektive
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Sprache:Deutsch
36,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.05.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
99 (Printausgabe)
Dateigröße
5436 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656182108
Die vorliegende Arbeit widmet sich der ,Emotionalität im TV-Duell Merkel - Schröder' mit einem pragmatischen Interesse. Untersucht wird das emotive Sprachhandeln in der verbalen Interaktion der Kanzlerkandidaten. Dabei wird Sprache als Medium verstanden, das die beiden Politiker zur Vermittlung von subjektiven Emotionen verwenden, weil sie diesem kommunikativen Vorgang wichtige Funktionen zuschreiben. Ein solcher Sprachgebrauch wird hier als eine Form von "Emotionsregulation" aufgefasst, bei der "die Evozierung von Manifestationen eines Gefühls" angestrebt wird (vgl. Fiehler 1990, 88). Den Kandidaten wird somit unterstellt, dass sie "entweder ein nicht existentes Erleben manifestieren oder ein existierendes Erleben [einer Emotion] reguliert manifestieren" (ebd., 89). Ihr Emotions-ausdruck wird mit anderen Worten als "Stilisierung von Gefühlen" und "Verwendung emotionaler Masken" interpretiert (vgl. Drescher 2003, 77). Merkel und Schröder sind zu diesem Ausdrucksverhalten mehr oder weniger in der Lage, weil sie als routinierte Sprecher mit festen persuasiven Absichten und Strategien im Duell auftreten - auf Kritik und eine "sachunabhängige personale Konfrontation" (Roth 2004, 161) vorbereitet sind. Es wird angenommen, dass sie kommunikative Techniken der Emotionsregulation anwenden, die in erster Linie den Rezipienten das Erkennen und Deuten von Gefühlen erleichtern sollen.
[...]
Auszug Erstgutachten:
"[Der Verfasser] legt eine Untersuchung vor, die sich auf linguistisch noch relativ wenig gesichertem Terrain bewegt. Es ist ihm gelungen, durch überzeugende Terminologiearbeit und eine klare methodologische Perspektive ein tragfähiges Fundament für eine linguistische Empirie zum Thema Emotionalität im Gespräch zu legen. Die Anwendung zeigt, dass sich auf Mikroebene die entsprechenden Mittel nachvollziehbar herausarbeiten lassen."
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