Die Anwendung der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen Eine kritische Betrachtung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.12.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
446 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656073604
Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen soll diesen Schutz durch die Umsetzung konkreter Maßnahmen gewährleisten.
Die Anwendung eines rechtlichen Dokuments mit festgelegten Formulierungen und Anwendungsbereichen auf etwas so Vitales wie eine Einzelsprache kann, wie im Folgenden gezeigt werden wird, zu einigen Problemen führen. Durch die Anwendung eines statischen Dokumentes auf eine Einzelsprache, die doch immer eine gewisse Dynamik beinhaltet, wird vorausgesetzt, dass in die Sprache eingegriffen und somit die Sprache womöglich sogar verändert wird.
Zudem basiert ein rechtliches Dokument auf Definitionen, die bestimmte Gegebenheiten voraussetzen: Der Gegenstand einer Charta oder Konvention muss klar und deutlich benannt werden, damit keine thematischen Zweifel bestehen bleiben. Inwiefern die von der Charta genannten Definitionen auf linguistischen Kriterien beruhen und wo auch hier eventuelle Schwachstellen liegen, soll in der vorliegenden Arbeit beleuchtet werden. An welchen Stellen kann es bei der Anwendung eines rechtlichen Dokuments auf eine Sprache aus linguistischer Sicht zu Problemen kommen? Wo sind die Berührungspunkte eines rechtlich propagierten Soll- Zustandes einer Sprache und eines linguistischen Ist- Zustandes, und wo finden sich diesbezüglich Schwachstellen?
Als Grundlage für die Beantwortung dieser Fragen dienten die Theorien der Linguisten Heinz Kloss, Einar Haugen und Charles A. Ferguson. Sie beschrieben alle bestimmte Zustände von Einzelsprachen in ihrer Wechselwirkung mit der Gesellschaft. Die folgende theoretische Analyse der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen bezieht deshalb sowohl die linguistische, als auch die gesellschaftliche Ebene in die Betrachtung mit ein.
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