Gedoppelte Agenten Soziale Arbeit zwischen Trägerstrukturen und Adressatenerwartungen am Beispiel des Erziehungsbeistands nach § 30 SGB VIII
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Sprache:Deutsch
16,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.11.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
61 (Printausgabe)
Dateigröße
486 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656316985
30 SGB VIII betreut er Kinder oder Jugendliche. Zudem ist er bei einem Träger beschäftigt, verfügt über einen mehr oder minder präzisen expliziten Arbeitsvertrag mit diesem und hat somit den Auftrag, in dessen Sinne zu handeln. Neben dem Träger der Sozialen Arbeit ist der Adressaten des Erziehungsbeistands - also quasi den Hilfeempfänger, der eigentlich den Kern des expliziten Vertrages zwischen dem Professionellen und dem Träger bildet. Zwischen dem Adressaten und dem Professionellen besteht ein impliziter Vertrag. Auf diesen Vertrag fußt die adressatenspezifische Aufgabe des Professionellen im Erziehungsbeistand.
Der Professionelle als Agent wird von zwei Auftraggebern gedoppelt, die unterschiedlicher nicht sein können: Der Träger der Sozialen Arbeit beurteilt die Handlungen des Professionellen unter organisationalen und ökonomischen Kriterien. Für den Adressaten hingegen ist die Interaktion mit dem Professionellen zentrales Beurteilungskriterium. Das passt nur schwer zusammen. Mehr noch: Die Ökonomisierung hält vermehrt Einzug in die Soziale Arbeit. Dies hat Auswirkungen auf die Professionellen, die einerseits immer enger in die Trägerstrukturen eingebunden werden und diesen verpflichtet sind, aber andererseits loyal ihren Klienten gegenüber zu sein haben. Auf Basis dieses Dilemmas stellen sich diverse Fragen:
Welche Probleme ergeben sich aus den zunehmenden organisationalen und ökonomischen Steuerungsversuchen professioneller Tätigkeit in den Handlungsstrukturen Sozialer Arbeit?
Können ökonomische Kriterien, wie Qualität, Effizienz und Effektivität als adäquate Steuerungsmittel im Bereich der Sozialen Arbeit analysiert werden?
Welchen Platz hat dabei das zentrale Interaktionsgeschehen zwischen Professionellem und Adressaten?
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