Grenzüberschreitung in "Bodas de Sangre"
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.12.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
232 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656338710
Lorca, anhand von Lotmans Raumsemantiktheorie analysiert und beschäftigt sich dabei
besonders mit der Struktur des Stückes und der Figuren, um den Handlungsverlauf
nachvollziehen und das vorliegende Ende deuten zu können.
Um dem sinnvoll nachgehen zu können, ist die Arbeit in zwei Teile unterteilt. Dabei gilt
es im ersten Teil zunächst das Raummodell Lotmans zu erläutern, indem besonders auf
die Konstruktion des Raumes, ihrer Grenze, sowie auf das Problem des Sujets und der
Figur eingegangen wird.
Ferner gilt es dieses Raummodell auf die literarische Struktur von Bodas de Sangre
anzuwenden. Hier soll der Fokus auf den Figuren und deren Funktion im Geschehen
liegen, sodass die handelnden Figuren und deren Charaktere in ihrem Verhalten näher
beleuchtet werden.
Juri M. Lotman, russischer Literaturwissenschaftler und Semiotiker, wurde zu Beginn des
20. Jahrhunderts geboren und spezialisierte sich zunächst auf russische Literatur des 18.
Jahrhunderts. Zu einem späteren Zeitpunkt jedoch richtete er sein Augenmerk auf die
Struktur erzählender Texte, die er in seinen Werken Die Struktur literarischer Texte und
Das Problem des künstlerischen Raums behandelt, welche im Folgenden als Grundlage
der Analyse dienen sollen. Im Gegensatz zu den überwiegend theoretischen Entwürfen in
der Erzählanalyse, steht bei Lotman nicht die zeitliche Struktur der Erzählung im
Vordergrund, sondern die räumliche Struktur erzählender Texte.
Bodas de Sangre, welches im Rahmen einer Trilogie zusammen mit La Casa de Bernarda
Alba und Yerma erschienen ist, galt bereits zu seiner Veröffentlichungszeit als
traditionsbrechend. Um welche Traditionen es sich dabei handelt und wie genau diese
durchbrochen werden, soll ebenfalls konkretisiert werden. Feststeht, dass Lorca durch das
Stück Kritik an dem traditionell denkenden Spanien geübt hat, indem er auf die
tabuisierten Themen jener Zeit eingeht. Seine Kritik spiegelt sich hauptsächlich in der
Konstruktion des Raumes und der Figurenkonstellation wider, welche uns durch Lotmans
Raummodell ersichtlich werden und somit eine Analyse des Ausgangs ermöglichen soll.
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