Moral, Wissenschaft und Politik. Zuckmayer und Kipphardt
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.02.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
267 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638472272
In der vorgelegten Hausarbeit Moral, Wissenschaft und Politik soll ein Vergleich der Dramen Das kalte Licht (1955) von Carl Zuckmayer und In der Sache J. Robert Oppenheimer (1964) von Heinar Kipphardt erfolgen. Dazu möchte ich zuerst die Situation des Dramas in den fünfziger und sechziger Jahren kurz erläutern. Das soll die Basis sein für eine spätere Einordnung der Stücke in ihren Zeitzusammenhang und speziell der Kategorisierung des Zuckmayerdramas als Übergangsphänomen zwischen synthetischer und nach-synthetischer Moderne. Ich werde versuchen zu zeigen, dass Das kalte Licht gerade auf Grund dieser Zwischenposition, also der Verhaftung in alten Traditionen und der Andeutung neuer dramatischer Konzepte, bei Publikum und Kritikern Verwirrung und auch Ablehnung hervorrief. Den Vergleich der beiden Dramen werde ich bezüglich ihres Aufbaus, ihrer Rezeptionsgeschichte und unter dem Aspekt der Historizität bzw. Fiktionalität vollziehen und mich dabei eingehend mit der Konzeption des dokumentarischen Dramas beschäftigen. Es sollen dabei die Wirkungsweise, Ziele aber auch die Problematik des dokumentarischen Theaters dargestellt werden.
Daraus wird in der folgenden Betrachtung der Themenkomplexe Moral, Wissenschaft und Politik auch die unterschiedliche Darstellungsabsicht der beiden Dramatiker deutlich werden. Obwohl in beiden Dramen Atomphysiker als Hauptpersonen agieren, möchte Zuckmayer gesellschaftlich-moralisches Verhalten darstellen, Kipphardt die unlösbare Problematik des Wissenschaftlers im Atomzeitalter. Im Zusammenhang damit werde ich mich mit einer der wenigen Gemeinsamkeiten der Stücke beschäftigen: der Funktion des Stellvertreters, die sowohl Kristof Wolters als auch J. Robert Oppenheimer einnehmen. Dabei werde ich differenziert analysieren wer und in wie weit dadurch seine Individualität verliert, bzw. ob einer von beiden eventuell sogar zum Typus stilisiert wird. Ausgehend von der Tatsache, dass Carl Zuckmayer sein Drama im Nachwort als Stück mit über-aktuellem Thema bezeichnet, möchte ich in einem kleinen Exkurs die Aktualität der beiden Stücke bewerten. Bei der vergleichenden Analyse der beiden Stücke werde ich weniger auf stilistische oder literarische Merkmale eingehen, sondern mein Hauptaugenmerk auf das Darstellungsinteresse und die durch die jeweilige dramatische Form hervorgerufene Wirkung setzen.
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