Analyse des Verhältnisses zwischen Erasmus von Rotterdam und Martin Luther anhand von Briefwechseln
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
29.06.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
339 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640360994
Erasmus war der bedeutenste europäische Humanist der damaligen Zeit. Er war weiterhin eine der wichtigsten Instanzen in Sachen Glaubensfragen. Damit war Erasmus sowohl für die Reformer, als auch für die Anhänger der alten kirchlichen Ordnung ein elementar wichtiger Ansprechpartner. Es sind daher viele Briefwechsel mit den verschiedensten Persönlichkeiten der damaligen Zeit von ihm geführt worden. Die meisten Korrespondenzen davon sind glücklicherweise auch erhalten geblieben. Die Quellenlage ist somit als sehr gut zu bezeichnen.
Die Tatsache, dass Erasmus ständig versuchte eine gewisse Neutralität zu wahren, um so bei der Lutherfrage eine Art Vermittlerrolle zwischen den Reformern und den Anhängern der alten kirchlichen Ordnung einzunehmen, wird sich wie ein roter Faden durch die gesamte Ausarbeitung ziehen. Jedoch ist hier anzumerken, dass es hierzu in der Forschung zwei entgegengesetzte Tendenzen gibt. So ist beispielsweise Paul Kalkoff ein Verfechter der These, dass Erasmus ganz bewusst diese neutrale Rolle einnahm, während ihm Johan Huizinga entgegenhält, dass Erasmus von ihm "zu Unrecht als eine psychologische Einheit" betrachtet werde.
Erasmus hatte es jedoch ganz und gar nicht leicht, seine neutrale Rolle zu wahren. Ständige Versuche der beiden konkurrierenden Seiten ihn zu einer klaren Stellungsnahme zu bewegen, mussten stets von ihm geschickt umkurvt werden.
Erasmus begrüßte durchaus relativ viele von Luthers Ideen, die schließlich häufig an das humanistische Gedankengut anknüpften. Jedoch war ihm dessen Vorgehen fast grundsätzlich zu radikal. Erasmus war an einer langsamen Verbesserung der Verhältnisse durch eine Humanisierung der Erziehung interessiert.
Zuletzt ist einleitend anzumerken, dass zwar sehr viele wissenschaftliche Publikationen über das Verhältnis zwischen Erasmus und Luther angefertigt wurden, diese aber oftmals einen religiös wertenden Standpunkt einnehmen. So weist beispielsweise Heinz Holeczek darauf hin, dass viele Katholiken Erasmus vorwerfen, er habe "das Ei gelegt, welches Luther ausbrütete" . Die Protestanten hingegen hätten "in ihrer Substanz alles aus seinen Schriften erlernt" , und Erasmus trotzdem angegriffen, da dieser kein loyaler Anhänger der Reformation gewesen sei.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice