Nationalstaatsbestrebungen in der künstlerischen Bildungselite Polens zur Zeit des geteilten Polens
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.07.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
305 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640369041
Dabei hatte sich Polen, nach der ersten Teilung Polen-Litauens 1772, in welcher Russland unter dem Vorwand, die nicht-katholische Bevölkerung zu unterstützen, Polen in seiner Souveränität beschnitt, Preußen sich als Erbe der pommerschen Herzöge eine Landverbindung nach Ostpreußen nahm und Österreich in Anlehnung an ein ungarisches Pfand an Polen sich Galizien einverleibte , noch 1788, während des Zweifrontenkrieges Russlands gegen Schweden und das Osmanische Reich Hoffnungen gemacht, neue politische Reformen unter König Stanislaw August einzuführen.
So kam es am 3.Mai 1791 zur Verabschiedung des "Regierungsgesetzes" (Ustawa Rzadowa), der ersten geschriebenen Verfassung Europas.
Die Verfassung wurde von den Nachbarländern Polens, nicht zuletzt wegen der zeitnahen Vorgänge in Frankreich, als eine Bedrohung für deren absolutistische Herrschaftsform gesehen und nach den Interventionen Russlands, die im Russisch-Polnischen Krieg von 1792 gipfelten, von Preußen unter Friedrich Wilhelm II. und dem Russischen Reich unter Katharina II. im Rahmen der Zweiten Teilung Polens 1793 außer Kraft gesetzt. In den Annexionspatenten rechtfertigte man sich dann damit, die Teilung sei eine "Polizeiaktion gegen das »Gift des französischen Demokratismus«"gewesen.
Die darauf folgenden polnischen Aufstände und Militäraktionen führten zur dritten und letzten Teilung Polens 1795. Polen wurde als "staatsrechtliche Einheit aufgelöst und 1797 von den Teilungsmächten für völkerrechtlich erloschen erklärt".
Und trotzdem blieb ein bestehendes Nationalgefühl, dass ein Überleben der polnischen "Nation ohne Staat durch mehr als ein Jahrhundert der Teilung und Unfreiheit gewährleistete". Ich möchte im Folgenden beispielhaft darauf eingehen, inwiefern die künstlerische Bildungsbürgerelite an dem Fortbestehen dieses nationalen Einheitsgefühls beteiligt war und inwiefern sich die politischen Meinungen in den verschiedenen Teilungszonen ausprägten und darstellen ließen. [...]
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