Charakteristik der männlichen Hauptfiguren 'Tristan' und 'Marke' in Gottfrieds Epos und deren Beziehungsgenese
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.06.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
332 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640351640
auf. Das von der unseligen Liebe zwischen Tristan und Isolde handelnde Gottfried'sche Epos
verkörpert eines der klassischen Liebespaare der Weltliteratur. "Die Signatur der Liebe
Tristans und Isolde ist [dabei] der alle Vernunft, alle Normen der Gesellschaft, zumal die
Institution der Ehe, durchkreuzende Eros..."
Ursprünglich sollte Tristan im ca. 1210 entstandenen Hauptwerk Gottfrieds lediglich für
seinen Ziehvater, König Marke, als Brautwerber fungieren. Tristan und Isolde trinken jedoch
beide unwissentlich von dem für Marke bestimmten Zaubertrank, welcher den König für
seine zukünftige Frau in Liebe versetzen sollte. Dem König bleibt nicht lange verborgen, dass
die beiden auch nach der Vermählung Isoldes weiterhin intime Beziehungen pflegen. Ein von
Marke initiiertes Gottesurteil fällt zu Gunsten Isoldes aus, gar eine Verbannung in den
"Venusberg" kann ihrer Liebe keinen Abbruch tun. Als Tristan die Geliebte verlässt, um in
fremde Dienste zu treten, bricht Gottfrieds Epos ab.
Die Intention der vorliegenden Arbeit ist es, das Verhältnis der männlichen Hauptfiguren
zueinander innerhalb des Minneromans näher zu beleuchten. Schließlich stellt dieses für den
Verlauf der Handlung eine immens wichtige Triebkraft dar. Die Beziehung beider zueinander
ist gewiss als ambivalent zu bezeichnen, was im Rahmen der Arbeit differenziert betrachtet
und nachgewiesen werden soll. Im Zentrum der Forschung steht zumeist die über allem
stehende Liebe Tristans und Isoldes, welche in Gottfrieds Versepos durchaus nachhaltig und
in aller Vielfalt variiert und psychologisiert in Erscheinung tritt. Insofern treten innerhalb
dieses Epos' die höfische Lebenswelt selbst sowie das Verhältnis weiterer Hauptfiguren
zueinander im Angesicht der Darstellung überwiegend innerseelischer Vorgänge des
Liebespaares in den Hintergrund. Genau jene private und öffentliche Beziehung Tristans und
Markes zueinander wird nun in den folgenden Ausführungen vom Rand in den Mittelpunkt
der Betrachtung gerückt. Schließlich eröffnet sie der Rezeption des Werkes nebst der alles
dominierenden Betrachtung unter dem "skandalösen" Eros-Topos weitere fundamentale
Zugangsweisen. [...]
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