Stellen die Regelungen der Königskrönung der Maiestas Carolina eine bewusste Einschränkung klerikalen Einflusses dar?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.10.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
372 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640439188
"[...] durch die geheiligten Hände des Prager Erzbischofs - bzw. eines anderen Prälaten, wenn er Stuhl der Prager Kirche womöglich vakant ist oder der Erzbischof sich weigert oder aus anderen Gründen nicht imstande ist - das königliche Diadem erhalten und zum erlauchten König gekrönt werden."
Steht diese Regelung in Einklang mit der Meinung, Karl wäre ein übertrieben religiöser Herrscher gewesen? Die Wissenschaft geht davon aus, dass Karl persönlich Einfluss auf die Maiestas Carolina (im Folgenden mit MC abgekürzt) nahm . Jedoch war es im Mittelalter durchaus weit verbreitet, dass der König vom "richtigen" Erzbischof in der richtigen Kirche gekrönt werden musste, damit die Krönung ihre volle Legitimität entfalten konnte. Auch Karl wurde erst in Bonn und dann im Sommer 1349 "in aller Förmlichkeit" in Aachen gekrönt. Selbst in der Goldenen Bulle legte Karl selber Frankfurt als Wahlort und Aachen als Krönungsort fest.
Also beschäftigt sich diese Arbeit mit der Fragestellung, in wie fern die oben genante Formulierung eine bewusste Einschränkung des klerikalen Einflusses auf die böhmische Krone darstellen.
Für diese Arbeit stütze ich mich auf die Quellenedition " Maiestas Carolina. Der Kodifikationsentwurf Karls IV. für das Königreich Böhmen von 1355" von Prof. Hergemöller, in welcher ein hervorragenden Überblick über den Forschungsstand gegeben wird, die äußerer Kritik der erhaltenen Codices schon in vollem Umfang vorgenommen wurde und die lateinische Version der MC sowohl im lateinischen Original als auch in deutscher Übersetzung verfasst sind. Des Weiteren stütze ich mich auf den Aufsatz "Die so genannte Maiestas Carolina" von Jirí Kejr, worin die Fragen der angestrebten Zeile Karls und natürlich der Vereitlung und Nachwirkungen hervorragend eingegangen wird. Für das Verhältnis zu Kirche und Religiosität, einem bedeutenden Aspekt dieser Arbeit, stütze ich mich auf die Dissertation von Wolfgang Hölscher, "Kirchenschutz als Herrschaftsinstrument". Hier wird Karls Auffassung von Politik, Religion und Glauben aufgezeigt sowie seine methodische Politik zur Sicherung des Einflusses durch ihm ergebene Bischöfe als Gegengewicht zum weltlichen Adel. Als allgemeines Nachschlagewerk für Begrifflichkeiten diente die CD-Rom-Version des Lexikons des Mittelalters.
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