"Wenn sich Diagnostik individueller Biografien bedient" - Rehistorisierung als verstehende Diagnostik bei Menschen mit geistiger Behinderung
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.06.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
29 (Printausgabe)
Dateigröße
362 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656210641
pädagogischen Praxis geistig Behinderten Menschen verstehend
gegenüber treten zu können. Um entwicklungsbezogen, würdevoll und
verantwortungsförderlich mit dem Menschen umzugehen, bedarf es ein
hohes Maß an emphatischer, pädagogischer Kompetenz. Diese Menschen
nicht zu verstehen und in der Alltagspraxis zu überfordern trägt die
Konsequenz, dass diese Menschen darauf mit affektlogischem Verhalten
reagieren. Diese Auswirkung ist bestimmt nicht in meinem und im
allgemeinen, heilpädagogischen berufsethischen Interesse. Diese nicht
verstehenden Alltagssituationen treten jedoch häufig auf. Die
Pädagoginnen haben oftmals ein mangelhaftes explizites Wissen und zu
wenig reflexives Verständnis über innere sowie äußere isolierende
Bedingungen des Betroffenen. Sie können sich die genaue Schwierigkeit
im Austausch mit der Umwelt und die Entwicklungslogik der Persönlichkeit
nicht vollständig vorstellen, erklären und verstehen. Mit dieser Arbeit
versuche ich, dem "Verstehen" einen Schritt näher zu kommen, ohne den
Anspruch zu haben, die absolute Realität des Menschen mit einer geistigen
Behinderung erfassen zu können.
Das Seminar "Biografiearbeit" bietet mir die Chance, individuelle
Lebensgeschichten und Methoden zum biografischen Arbeiten zu erfahren
und diese in meine heilpädagogische Arbeit einzubetten. Die biografische
Arbeit machte mich auf das Thema der Rehistorisierung aufmerksam.
Die Methode der Rehistorisierung bietet die Möglichkeit,
Entwicklungslogiken von Menschen zu erkennen und professionell darauf
zu reagieren. Ich werde mich jedoch in der folgenden Arbeit nur auf die
Menschen beziehen die von einer geistigen Beeinträchtigung betroffen
sind.
Die Frage ob Rehistorisierung eine wirkliche Methode ist, wird im Laufe
des Prozesses zu klären sein.
Im allgemeinen werde ich die Bezeichnung "Pädagogin" nutzen um mich
auf alle Berufsgruppen zu beziehen, die mit Menschen mit geistiger
Behinderung arbeiten.
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