Die Einrichtung der jüdischen Selbsthilfe zu Zeiten der NS-Repression. Nützliche Stütze oder wirkungsloses Moment?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.03.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
357 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656145929
Im Zentrum der vorliegenden Arbeit soll jedoch der Frage nachgegangen werden, inwieweit derartige Aktivitäten von Erfolg gekrönt waren. Dies bedeutet freilich nicht, dass sich einer Analyse gewidmet werden soll, ob die jüdische Selbsthilfe ein Mittel war, welches den Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie und dementsprechenden Propaganda auch auf gesellschaftspolitischem Terrain "entgegentreten" konnte. Denn zweifelsohne soll davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Selbsthilfe um keine Organisationsform handelte, die der antijüdischen "Maschinerie" des Dritten Reiches ein reelles Gegengewicht bieten konnte; dies nicht zuletzt auch deshalb, weil explizit seit der Epoche des Kaiserreiches auch in der "normalen" Bevölkerung vermehrt antisemitische Auffassungen festgestellt werden müssen.
Vielmehr muss es das Anliegen der Studie sein, zu beurteilen, auf welche Weise partiell Not gelindert oder auch materielle Hilfe geleistet werden konnte; auf welche Weise nicht zuletzt auch auf Grundlage der religiösen und identifikatorischen Gemeinschaft ein gewisser Zusammenhalt in diesen Zeiten der äußersten Bedrohung geboten wurde.
Nachdem zunächst die jüdische Selbsthilfe als Reaktion auf den von den Nationalsozialisten initiierten gesellschaftlichen Ausschluss untersucht werden soll, muss darauf aufbauend der Versuch unternommen werden, die Möglichkeiten und Details dieser Selbsthilfeform zu beschreiben. Kulturelle und ökonomische Aspekte wie unter anderem der "Kulturbund der Deutschen Juden", der "Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", die "Reichsvertretung der deutschen Juden", das "Jüdische Winterhilfswerk" und nicht zuletzt das Engagement des Rabbiners Leo Baeck sollen folgerichtig in ihrer Wirksamkeit beurteilt werden.
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