Die Entscheidung zur Organspende: Moralische Verpflichtung oder unzumutbare Aufgabe? Inwieweit dürfen die Toten für die Lebenden in Anspruch oder sogar in die Pflicht genommen werden?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.09.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
391 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656009634
Dieses Zitat zeigt die essentielle Bedeutung der Transplantationsmedizin für die heutigen modernen Gesellschaften. Die tatsächliche Anzahl von Organspenden kann den stetig wachsenden Bedarf an Organen allerdings nur unzureichend erfüllen. Insbesondere die demografischen Entwicklungen in Deutschland offenbaren die Notwendigkeit eines konkreten politischen Handelns sowie einer offenen Diskussion innerhalb der breiten Bevölkerungsschichten bezüglich einer Erhöhung der Bereitschaft, Organe nach seinem Tod der Transplantationsmedizin zur Verfügung zu stellen.
Die Frage, inwiefern die Organspende einen Akt der christlichen Nächstenliebe darstellt und sich daraus eine moralische Verpflichtung zur Organspende ergibt oder ob wir nicht das Recht haben, eine Entscheidung derartigen Ausmaßes zu treffen, steht im Mittelpunkt dieser Arbeit.
In den Industrienationen steigt durch eine verbesserte medizinische Grundversorgung nicht nur die Lebensdauer der Menschen stetig an, sondern auch die Zahl derjenigen, die durch diese Entwicklung auf ein fremdes Organ angewiesen sind. Parallel sinkt jedoch durch die abfallende Geburtenrate die Zahl derjenigen, die als mögliche Organspender in Frage kommen würden. Die Debatte, wie sich die Organspenderanzahl erhöhen lässt, wird gerade in den gegenwärtigen Politikdiskussionen in Deutschland kontrovers geführt. Diese unvergängliche Relevanz begründet die aufgezeigte Fragestellung und rechtfertigt die ausführliche Beschäftigung mit diesem Themenbereich.
Der Hauptteil dieser Arbeit fokussiert sich auf die Erörterung der Fragestellung, inwieweit die Toten für die Lebenden im Hinblick auf die Organspende in Anspruch oder sogar in die Pflicht genommen werden dürfen. Um eine zufriedenstellende Antwort auf die dargestellte Problematik zu erhalten, wird zunächst das Verhältnis von Ethik und Recht in der Bundesrepublik Deutschland und die daraus resultierende Notwendigkeit der Verabschiedung eines Transplantationsgesetzes detailiert herausgearbeitet. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Lösungsansätze für die rechtliche und ethische Legitimierung der Organspende hinterfragt, um anschließend mögliche Maßnahmen im Hinblick auf eine Erhöhung der Spendenbereitschaft differenziert bewerten zu können. [...]
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