Individualisierung in Paarbeziehungen - Chancen und Grenzen unter Perspektive des Geldarrangements
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.02.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
318 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640820016
Jahrzehnten erhebliche Veränderungen eingestellt, die unter den Stichworten
Individualisierung und Pluralisierung familiärer Lebensformen kontrovers
verhandelt werden. Wenn man von Individualisierung als einem Element des
sozialen Wandels spricht, gilt es, vorab einige Dinge zu klären: Was hat man sich
unter "übergreifendem sozialen Wandel" überhaupt vorzustellen? Und welche
Rolle spielt Individualisierung dabei? Seit wann kann man Individualisierung
beobachten? Und weshalb hat sie gerade in der heutigen Zeit eine derartige
Bedeutung? Fest steht jedenfalls, dass der Begriff der Individualisierung seit den
80er Jahren, u.a. in Folge seiner Thematisierung in den Theorien des deutschen
Soziologen Ulrich Beck, enorm an Popularität gewann. Mit Sicherheit kann man
jedoch auch sagen, dass analog der gesellschaftlichen Entwicklung ein
zunehmender Individualisierungsgrad feststellbar geworden ist.
In dieser Arbeit sollen mich neben einigen theoretischen Grundlagen vor allem die
Auswirkungen der Individualisierung interessieren, welche sich in
Partnerschaftsbeziehungen widerspiegeln. Ich beziehe mich vor allem auf
Perspektive des Geldarrangements in Partnerschaften. Seit über dreißig Jahren
befindet sich das gesamte soziale Leben in einem tiefgreifenden Prozess der
Umgestaltung. Der Wandel betrifft die ganze >Kultur<, das Gesamt der Normen
und Strukturen, an denen Partnerschaft, Ehe und Familie sich orientieren. Das
bedeutet nichts anderes, als dass sich die individuellen Lebensentwürfe und
Lebensleitvorstellungen insgesamt von den überkommenen und kulturell-religiös
vorgegebenen Legitimationsmustern zwischenmenschlichen Verhaltens ablösen.
Auf diese Weise entsteht um mit Jürgen Habermas zu sprechen in weiten Räumen
sozialen Lebens eine »neue Unübersichtlichkeit«: eine Unübersichtlichkeit, die
zwar gerade im Bereich von Liebe und Partnerschaft ungeahnte neue
Möglichkeiten und Freiheiten eröffnet, gleichzeitig aber auch Grund ist für
schmerzliche Irritationen und Konfusionen. Was sich hier im Erleben der
Menschen abspielt, das haben Elisabeth Beck-Gernsheim und Ulrich Beck im
Titel ihres 1990 erschienenen Buches auf die einprägsame Formel gebracht. [...]
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