Wirkungszusammenhänge zwischen absoluter Armut und dem Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern Die verschiedenen Dimensionen des Armutsbegriffs
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.06.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
367 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640643899
Ein ähnlicher Ansatz ist bei Lachmann zu finden; er sieht das Bevölkerungswachstum als eine "Herausforderung, notwendige Talente zur Überwindung wirtschaftlicher Probleme hervorzubringen ..." (Lachmann 2004, S. 26)
Bei diesen beiden Argumenten für ein Bevölkerungswachstum wird der Glaube und die Hoffnung an das Potential der jungen Menschen erkennbar: Sie werden offenbar als eine wichtige Ressource für die Zukunft betrachtet, bzw. als Humankapital angesehen, und zwar in dem Sinne, dass sie als Hoffnungsträger Innovationen einführen und mitgestalten.
Viele in der Entwicklungspolitik Beschäftigte argumentieren hingegen, dass wirtschaftliche Entwicklung und die damit einhergehende Modernisierung ihrer Meinung nach das "beste Verhütungsmittel" seien. Sie setzen auf Investitionen in die Wirtschaft anstatt auf Maßnahmen, die auf Familienplanung abzielen. (Aufhauser 2004, S. 229)
Die Bezeichnung der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit einhergehenden Modernisierung als "bestes Verhütungsmittel" macht deutlich, dass bei diesem Standpunkt eine Reduzierung der Geburtenrate als erstrebenswertes Ziel angesehen wird, zu dessen Erreichung eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation beitragen soll. Ferner erhoffen sich jene, die diesen Standpunkt vertreten, eine im Hinblick auf die Familienplanung veränderte Mentalität als Folge eines wirtschaftlich bedingten Modernisierungsprozesses.
Ein dritter, weit verbreiteter Standpunkt besteht in der Überzeugung, dass ein (zu) schnelles Bevölkerungswachstum in den EL deshalb zur Verarmung führt, weil gewisse "Tragfähigkeiten" überschritten werden. (Aufhauser 2004, S. 229) Hier wird also die Befürchtung deutlich, dass die ökonomischen und sozialen Kapazitäten mengenmäßig (noch) nicht ausreichen, um eine erhöhte Anzahl von Menschen "aufzufangen" bzw. sie in irgendeiner Form "unterzubringen".
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