Wie hängt der Mensch am Coltan? Ein Versuch über die Kriegsökonomie in der Demokratischen Republik Kongo während des "Coltan-Booms"
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.11.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
369 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640762347
Im Folgenden möchte ich versuchen, den Begriff der Anerkennung, wie ihn Axel Honneth in seinem Werk Kampf um Anerkennung skizziert, auf Aspekte der Gesellschaft, der Ökonomie und der Politik in der DRK zu beziehen, um darzulegen, wie das Ausbleiben gelingender Anerkennungsverhältnisse und das Fehlen von Räumen, in welchen Kämpfe um Anerkennung institutionalisiert ausgetragen werden können, militärisches Handeln, den Abbau von Coltan und so die Gewaltökonomie fördern. Um diesen kulturell vorgeprägten Begriff nicht einfach der kongolesischen Gesellschaft "überzustülpen", will ich versuchen, den Begriff in Auseinandersetzung mit dem Textmaterial über die DRK neu zu formulieren. Hierzu wähle ich die Form des Essays, um den Anerkennungsbegriff kontextspezifisch zu bestimmen. So erlaubt der Essay ein Verständnis des Kongo im Angesicht der Begrenztheit der eigenen Perspektive und zielt mehr auf die bestimmte Deutung des Phänomens, denn auf eine abschließende Kausalerklärung:
Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich möglichst knapp den Begriff der Anerkennung diskutieren und darlegen, warum er sowohl für das Handeln als auch die Identität der Akteure in gesellschaftlichen Kontexten einen hohen Stellenwert einnimmt. Zudem möchte ich deutlich machen, dass der Begriff "Anerkennung" durch die Verschränkung mit dem Begriff der Identität auch einen Bezug zur Kategorie "Gender" unterhält. Anschließend werde ich in einem kurzen Essay den Anerkennungsbegriff auf die Lebenswelt des Kivu in den Jahren 1999/2000 beziehen. In Auseinandersetzung mit den ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Segmenten, die Bestandteil des Kreislaufs der Kriegsökonomie waren, werde ich die Muster von Idenitätsbildung und die Forderungen nach Anerkennung in der Bevölkerung herausarbeiten und darlegen, wie deren Missachtung einen entscheidenden Einfluss auf das zu verstehende Phänomen hatte. Im letzten Teil werde ich auf diese Auseinandersetzung reflektieren und davon ausgehend mögliche Anknüpfungspunkte für Prozesse des Peacebuilding und Nationbuilding aufzeigen .
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