Der Zirkel in Kafkas Prozess und eine sozialpolitische Diskussion Kafka- Hiebel
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.10.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
293 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640445110
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Romanfragment Kafkas Der Proceß, d.h. mit seiner Interpretation von Hans H. Hiebel, in welcher Hiebel die Theorie der Zirkel entwickelte. Es werden Hiebels Thesen übernommen, erweitert und am Primärtext geprüft. Das Hauptkonzept der aufgestellten These ist Produkt der Gruppenarbeit (bestehend aus Mirjana Vukovic, Zsuzsa Illyes und Hannah Tübben), die auch im Seminar in der Form eines Referats präsentiert wurden.
Ziel ist diese Stellungen auszuarbeiten, anhand von Beispielen zu erläutern, sowie weitere Texte Hiebels einzubringen indem eine Theorie bezüglich des sozialpolitischen Aspekts des Romans aufgebaut wird und diese durch biographische Literatur (Alt, Despiniadis, Hiebel, Löwy u.a.) mit Kafkas Lebenszügen in Kontakt zu bringen. Es wir nicht plädiert, dass der Held des Romans Kafka selbst darstellt, dort wird (hoffentlich) eine klare Grenze gesetzt. Es werden biographische Daten Kafkas verwendet deren bisher keine besondere Bedeutung anerkannt wurde, die dennoch sehr wichtig erscheinen wenn man Kafka als eine sozialpolitische bzw. politisch und sozial kritisierende Lektüre zu betrachten wünscht.
Der Leser sollte sich außerdem motiviert fühlen neuere Autoren und deren Texte zu Kafka aufzusuchen um frische, innovative Ideen herauszuziehen. Mit derartigen Texten wurde auch in dieser Arbeit hantiert, durch denen zu beweisen ist das Kafkas Werk politisch und sozial geprägt ist.
2. Der Zirkel von Innen und Außen im Prozess
Nach Hiebel sind im Prozess zwei Sphären zu erkennen, die der Welt des Äußeren und der des Inneren entsprechen . Demnach handelt es sich um eine pragmatische, reale Welt, die im realen Leben des Helden Josef K.'s ihre Darstellung findet, sowie um eine phantastische, imaginäre Welt, die im Prozess K.'s Gerichtsverfahren, bzw. die Gerichtswelt darstellt. Diese beiden Welten greifen ineinander ein, so dass der Held verwirrt wirkt und "nicht mehr weiß wo sein Fundament ist."
Es bestehen klare Momente im Roman die Hiebel These bestätigen, Momente die nichts anderes als imaginär sein könnten, die bzw. ziemlich klar stellen, dass diese zwei Ebenen existieren, sogar der Held selbst sagt dass das Gesetz dieser Gerichtswelt "wohl auch nur in Ihren Köpfen besteht"(P15). Der Erzähler erklärt später auch dass "das Gericht nichts von dir will. Es nimmt Dich auf wenn Du kommst und es entlässt Dich wenn Du gehst."(P235)
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