Eliminationsriten im Alten Testament am Beispiel des Rituals vom Jom Kippur (3. Mose 16)
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.06.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
320 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638065214
Beide Begriffe, "in die Wüste schicken" und "Sündenbock", sind biblischen Ursprungs. Sie gehen auf das Ritual des großen Versöhnungstages (3. Mose 16) zurück, bei welchem der Hohepriester des Volkes Israel vor Gott alle Sünden und Vergehen des Volkes bekennt und diese unter Handauflegen auf einen Ziegenbock überträgt. So wird der Ziegenbock zum "Sündenbock" für das Volk Israel (3. Mose 16, 20ff.). Anschließend wird das Tier wortwörtlich "in die Wüste geschickt", damit es die aufgeladenen Sünden weit fort trage.
Dieser "Eliminationsritus", wie er im Alten Testament in 3. Mose 16 beschrieben wird, ist Gegenstand dieser Arbeit. Nach einer literarkritischen und formgeschichtlichen Annäherung an das Ritual vom Jom Kippur, so der hebräische Name des Versöhnungstages, wird dann im Wesentlichen der Sündenbockritus mit seinen unterschiedlichen Facetten und unter verschiedenen Blickwinkeln verstärkt in das Zentrum der Untersuchungen treten.
Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Untersuchung der Intertextualität von 3. Mose 16. Dementsprechend wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich ein solcher Eliminationsritus wie der am großen Versöhnungstag auch an anderen Stellen des Alten Testaments wieder findet. Die Textstellen 3. Mose 14, 4-7 sowie 5. Mose 21, 1-9 sollen dazu näher analysiert und kritisch hinterfragt werden.
Abschließend soll am Ende der Arbeit kurz ein Bezug zum Neuen Testament hergestellt und die Bedeutung des Sündenbockritus für die heutige Lebenswelt und die christliche Lehre nachvollzogen werden.
Die vorliegende exegetische Untersuchung beruht auf der Bibelübersetzung von Martin Luther in der revidierten Fassung von 1984. Dementsprechend beziehen sich auch die Abkürzungen der Bibelstellen sowie die Schreibung der biblischen Eigennamen auf diese Übersetzung. Aufgrund meiner nicht vorhandenen Hebräisch-Kenntnisse muss auf eine genauere textkritische Untersuchung verzichtet werden.
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