Antike Demokratie
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.11.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
10 (Printausgabe)
Dateigröße
111 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656047308
Staatsmann Perikles definierte die Demokratie seiner Zeit als Staat, der nicht auf wenige
Bürger, sondern auf alle ausgerichtet sei. Diese Definition mag auf den ersten Blick
eindeutig klingen, aber schon die Frage danach, wie diese Mehrheit die Herrschaft ausüben
soll, zieht unterschiedliche Ausprägungen der Demokratie nach sich. Auch die
Wortbedeutungen demos "Volk" und kratein "herrschen" liefern keine genaue
Interpretationsgrundlage.
Fraglich ist zum einen, ob die Herrschaft durch das Volk mittelbar oder unmittelbar
ausgeübt werden soll. Entweder drückt sich die Herrschaft der Mehrheit also direkt in
Volksversammlungen und Abstimmungen, oder indirekt durch Bestellung von Vertretern
aus. Zum anderen ist zu klären, ob die Herrschaft des ganzen Volkes gemeint ist, oder ob
die Herrschaft der Vielen, also einer qualifizierten Mehrheit genügt. Daraus folgt auch die
Frage nach der damit verbundenen Minderheit und ihren Rechten. Weiterhin muss
entschieden werden, ob alle Bürgerinnen und Bürger zu jederzeit allumfassend am
Beratungs-, Entscheidungs- und Ausführungsprozess der Politik beteiligt werden muss,
oder ob dieses arbeitsteilig durch einige wenige geschehen kann.
Der Rückblick in die Antike dient also lediglich als Startpunkt für die Geschichte des
Demokratie-Begriffs. Der Demokratie folgen derzeit laut politischer Ordnung weltweit
vorgeblich 120 Staaten. Die Tatsache, dass nicht all diese Staaten wirklich demokratisch
bezeichnet werden können, verdeutlicht, dass es kein universelles Modell der Demokratie
gibt. Je nach historischen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten entwickelte sich eine
bestimmte Form der Demokratie. Ausgangspunkt war jedoch stets die demokratia in
Athen, die durch Geschichtsschreiber Herodot im fünften Jahrhundert v. Chr. erstmals
festgehalten wurde.
Vorliegende Arbeit stellt eine Zusammenfassung der "Informationen zur politischen
Bildung" (Nr.284/2004, S. 4-15) dar. Alle wörtlichen oder dem Sinn nach entnommenen
Passagen sind deshalb nicht mit genauer Quellenangabe versehen.
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