Über Vicky Baums "Menschen im Hotel" (1929) Ein Kolportageroman mit Authentizitätsanspruch?
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
11.09.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
281 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640162147
jedoch steht noch aus. Die Autorin, selbst jüdischstämmige Wienerin und seit 1916 in Deutschland lebend, kam 1926 ins kulturelle Zentrum der Republik, Berlin, um als ,allround-Redakteurin' und Romanautorin8 exklusiv für den Ullstein-Verlag tätig zu werden. Zu dieser Zeit konnte Vicky Baum schon auf Erfahrungen als Journalistin (seit 1908)9 Romanautorin (seit 1920) und Dramatikerin zurückblicken, hatte in der Vorkriegszeit Einblicke in die Wiener Kaffeehaus-Boheme gewonnen und als erfolgreiche Konzertmusikerin und Gattin des Dirigenten Richard Lert jahrzehntelang aktiv am kulturellen Leben in Deutschland und Österreich partizipiert. Die zweifache Mutter verkörperte auch mit ihrer Lebensführung die ,Neue Frau', die unabhängig und gut ausgebildet ihren eigenen Weg ging und für ihre publizistische Karriere auch die zeitweilige Trennung von ihrer Familie, die weiterhin in Mannheim lebte, in Kauf nahm. In dieser Arbeit soll der Dissens von Kritik, Literaturwissenschaft und Erfolg des Romans Menschen im Hotel Anlass zu einer Überprüfung der Bewertung der literarischen Qualität des Textes geben, die sich hauptsächlich der bisher kaum in Betracht gezogenen Einordnung des Textes als Zeitroman widmen wird. Nach einer kurzen Überschau der zeitgenössischen Kritik im In- und Ausland und der heutigen literaturwissenschaftlichen Bewertung im ersten Kapitel, wird im zweiten Kapitel zu klären versucht werden, ob und wie sich Menschen im Hotel als Zeitroman betrachten lässt und inwiefern die Darstellung der Kriegsfolgen im Roman Anspruch auf Realismus und Aktualität hat. Darüber hinaus soll die Ausgestaltung der sozialen Milieus und des sozialen Wandels anhand von exemplarischen Aspekten hinterfragt werden.
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