Analyse und Gegenwartsbezug von Karl R. Poppers "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde II"
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.10.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
423 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638837965
"Historizismus", so bezeichnet Popper die unangemessene Sinndeutung geschichtlichen Geschehens und die damit verbundenen irrationalen prophetischen Zukunftsvisionen. Mit anderen Worten, eine Vorhersage der Zukunft unter Berufung auf historische Ereignisse ist nicht möglich, da sich der Lauf der Geschichte als "sinnfreie Tatsachenabfolge" darstellt, so Poppers These und die Basis seiner Argumentation gegen Hegel und Marx. Den Zusammenhang zwischen den philosophischen und politischen Gedanken beider und dem Historizismus stellt Popper wie folgt heraus: Die Abfolge historischer Tatsachen folgt keiner inneren Kausalität, vielmehr scheint der Mensch größter Einflussfaktor zu sein. Damit in Verbindung steht die Annahme, dass es keine absolut sichere Wahrheit (sei es in Gegenwart oder Zukunft) gäbe, welche als Handlungsorientierung dienen könnte. Demnach stehen historische Fakten und daraus abgeleitete Zukunftsvisionen bestenfalls zur Disposition, können aber eben keinen Absolutheitsanspruch erheben. Aus dieser Argumentation ergibt sich für Popper der Schluss, dass es keinesfalls Herrscher oder herrschende Klassen geben könne, deren Macht sich auf den Besitz absoluten Wissens stützt, da die Nichtexistenz dieser Wahrheit die Legitimation dieser Herrschaft negiert.
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